Vom Entscheider zum Gestalter

Digitaler Zugang zur autonomen Konfliktlösung

Neue Wege zur Förderung der einvernehmlichen Konfliktlösung bietet die zu Jahresbeginn online gegangene Internet-Plattform "Recht ohne Streit". Die Plattform ist ein offener und niederschwelliger Ansatz, Konfliktbeteiligte in die Lage zu versetzen, eigenverantwortlich eine Entscheidung über den im konkreten Konfliktfall einzuschlagenden Weg zu treffen. Konfliktbetroffene werden in ihrem konkreten Konflikt abgeholt und in mehreren Prüfstufen dazu gebracht, selbst zu erkennen, auf welchem Weg sie ihre Ziele am besten umsetzen können. Es wird über Kosten und Anbieter informiert, aber auch aufgezeigt, dass persönliche Interessen durch flexible Verfahrensgestaltungen umgesetzt werden können.

In einer umfangreichen Infothek stellt die von unabhängigen Wissenschaftlern unter Leitung von Professor Reinhard Greger entwickelte Plattform Wissen zu allen Fragen der alternativen Konfliktbeilegung zur Verfügung und ist damit auch für Berufsträgern, die in der Rechts- oder Konfliktberatung tätig sind oder sich mit Konflikten anderer beschäftigen, von großem Wert. Die Nutzung ist kostenlos und anonym.

Zugang zur Plattform: https://rechtohnestreit.de

 


Die Centrale für Mediation ist eine der größten Vereinigungen von Mediator/innen im deutschsprachigen Raum. Unser Anliegen ist die Förderung der Mediation und anderer Methoden konsensualer Streitbeilegung in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Nutzen Sie unser Internetangebot sowie unseren Mediatorenpool für alle Informationen rund um alternative Konfliktlösungsmethoden.


Nachrichten



Der zum 1.2.2026 veröffentlichte Tätigkeitsbericht der Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft (SdR) dokumentiert eine hohe Akzeptanz der Schlichtungsstelle in der Anwaltschaft. Aufgabe der unabhängigen Schlichtungsstelle ist es, in vermögensrechtlichen Streitigkeiten zwischen Anwältinnen und Anwälten und ihrer Mandantschaft zu schlichten.

Bei der Versicherungsombudsfrau Sibylle Kessal-Wulf sind im vergangenen Jahr 28.904 Beschwerden beziehungsweise Eingaben zur Durchführung eines Streitbeilegungsverfahrens eingegangen - und damit mehr denn je. Im Vorjahr waren es nur 21.548. Eine als dramatisch zu bezeichnende Zunahme von 34,14 Prozent. Das zeigt der jetzt veröffentlichte Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025. Auch auf der Internetseite der Versicherungsombudsfrau wird in roter Schrift davor gewarnt, dass bei neuen Anträgen mit längeren Bearbeitungszeiten zu rechnen ist.

Das Forschungskonsortium Erfolgsfaktoren lokaler E‑Partizipation (ErLE) hat seine zentralen Ergebnisse auf der Fachtagung "Digitale Beteiligung - Von Daten zu Taten" in Berlin präsentiert. Das Verbundprojekt - getragen u. a. von der TU Dresden und dem Düsseldorf Institute for Internet and Democracy (DIID) - hat erstmals eine bundesweite Vollerhebung zur digitalen Bürgerbeteiligung in Kommunen durchgeführt.

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