Future Ready Lawyer-Studie 2026: Über 90 Prozent der Anwälte nutzen KI
Mittlerweile nutzen über 90 Prozent der Anwälte KI. Diese Zahl hat die "Future Ready Lawyer"-Studie ermittelt und Chancen sowie Risiken der KI-Nutzung für den Rechtsmarkt herausgearbeitet. Die Anwälte haben aber auch Bedenken.
In der nunmehr siebten Ausgabe der "Future Ready Lawyer"-Studie hat der Informationsdienstleister Wolters Kluwer, zu dem auch LTO gehört, Anwälte zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) befragt. Dieses Jahr stand vor allem die Frage im Fokus, wie die Juristen KI und deren Möglichkeiten bewerten und was sie für einen sinnvollen Umgang damit erachten.
An der Studie teilgenommen haben 810 Anwälte aus Kanzleien und Rechtsabteilungen in den USA, China und neun europäischen Ländern (Deutschland, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und Ungarn). Mehr als die Hälfte berichtet von Effizienz- und Produktivitätssteigerungen: So gaben 60 Prozent an, dass sie durch den Einsatz von KI wöchentlich sechs bis 20 Prozent Zeit einsparen. Durch die vor allem bei Routineaufgaben eingesparte Zeit bleibe entsprechend mehr Zeit für strategische, hochwertigere Arbeit.
Die Juristen sehen es aber nicht unkritisch, dass sich der KI-Einsatz immer weiter ausbreitet. Sie äußern vor allem ethische Bedenken und befürchten datenschutzrechtliche Probleme. 35 Prozent der Befragten halten außerdem die Cybersicherheit für gefährdet: Sie sehen darin „ein bedeutendes Problem", das angegangen werden müsse, um eine sichere und verantwortungsvolle Nutzung von KI in der Rechtspraxis zu gewährleisten.

