Digitale Bürgerbeteiligung – Forschungskonsortium stellt Ergebnisse großangelegter Studie vor
Das Forschungskonsortium Erfolgsfaktoren lokaler E‑Partizipation (ErLE) hat seine zentralen Ergebnisse auf der Fachtagung „Digitale Beteiligung – Von Daten zu Taten“ in Berlin präsentiert. Das Verbundprojekt – getragen u. a. von der TU Dresden und dem Düsseldorf Institute for Internet and Democracy (DIID) – hat erstmals eine bundesweite Vollerhebung zur digitalen Bürgerbeteiligung in Kommunen durchgeführt.
Die Studie zeigt, dass digitale Beteiligung in deutschen Kommunen inzwischen weit verbreitet ist, jedoch große Unterschiede in Professionalität, Ressourcen und strategischer Verankerung bestehen. Besonders deutlich wird: Erfolgreiche E‑Partizipation hängt weniger von der eingesetzten Technik ab als von klaren Zuständigkeiten, ausreichenden personellen Kapazitäten und einer transparenten Kommunikation mit der Bürgerschaft. Kommunen, die Beteiligung als dauerhaften Prozess verstehen und nicht als Einzelprojekt, erzielen signifikant höhere Teilnahmequoten und zufriedenere Nutzerinnen und Nutzer.
Auf der Tagung wurde zudem ein neues Dashboard vorgestellt, das Kommunen künftig dabei unterstützt, ihre eigenen Beteiligungsangebote zu analysieren und weiterzuentwickeln. Workshops und Panels zu Themen wie Professionalisierung, Erwartungsmanagement und dem Einsatz von KI in Beteiligungsverfahren rundeten das Programm ab.

