Bayer: Glyphosat-Vergleich schon in einem Monat?

Im US-Rechtsstreit um sein Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat könnte Bayer womöglich bald einen wichtigen Durchbruch erzielen: Der US-Anwalt Ken Feinberg, der mit der Mediation zwischen Bayer und den Klägeranwälten betraut ist, sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, er sei „verhalten optimistisch“, dass innerhalb eines Monats eine Einigung zwischen Bayer und den Klägern erzielt werden könnte. Zu den Bedingungen und der Höhe eines möglichen Vergleichs machte Feinberg jedoch keine Angaben.

Dass die Anleger gleichwohl noch zurückhaltend mit Kaufaufträgen sind, dürfte daran liegen, dass Feinberg in dem Bloomberg-Interview auch die Spekulationen um ein Anschwellen der Klagewelle angeheizt hat. Ihm zufolge könnte die Anzahl der Klagen inzwischen auf über 75.000 angestiegen sein. Dem widersprach Bayer allerdings deutlich. Die Anzahl der tatsächlich zugestellten Klagen habe sich zwar erhöht, liege aber „deutlich unter 50.000“. Bereits im August hatte die Umweltbehörde EPA erklärt, dass Glyphosat nicht für Krebserkrankungen verantwortlich sei. Deshalb erließ die Behörde sogar ein Verbot für Warnhinweise vor möglichen Krebsgefahren auf glyphosathaltigen Produkten.
 


Verlag Dr. Otto Schmidt vom 21.01.2020 14:43
Quelle: www.finance-magazin.de v. 17.1.2020

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