Bozen: Beirat fordert Mediationsstelle für digitale Gewalt

Der Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen in Bozen fordert eine Mediationsstelle für digitale Gewalt. Hintergrund sind verbale Angriffe, Beleidigungen und sexualisierte Gewalt gegen Frauen in sozialen Medien. Der Beirat verlangt zudem niedrigschwellige Anlaufstellen für Betroffene sowie Verfahren, in denen Täter mit den Auswirkungen ihres Handelns konfrontiert werden.

Gewalt gegen Frauen beginne nicht zwangsläufig mit körperlichen Übergriffen. Sie beginne oft mit Sprache – mit Demütigung, Lächerlichmachung und der systematischen Delegitimierung jener Frauen, die ihre Stimme erheben. Worte prägten das gesellschaftliche Klima. Deshalb dürften sie niemals als belanglos abgetan werden, führte Vizepräsidentin Nadia Mazzardis bei einer Pressekonferenz Ende Juli aus.

Sie fordern deshalb die Errichtung einer Mediationsstelle für digitale Gewalt. Mediation und Aufklärung dürften dabei nicht als Schwäche verstanden werden, sondern als notwendiger Teil einer demokratischen Antwort auf digitale Gewalt. Daneben wird eine Social-Media-Richtlinie für Institutionen und Online-Medien gefordert. Bei der Pressekonferenz wurde außerdem auf eine aktuelle Kampagne des Landes Südtirol zur Sensibilisierung für das Thema Hass im Netz hingewiesen.



Verlag Dr. Otto Schmidt vom 08.09.2026 12:49
Quelle: suedtirolnews.it v. 31.7.2026

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