Stadionkletterer einigt sich mit Polizei im Mediationsverfahren auf Reduzierung der Einsatzkosten

Ein ungewöhnlicher Streit um die Kosten eines Polizeieinsatzes während der UEFA EURO 2024 in Dortmund ist durch eine Mediation gelöst worden. Am 29.6.2024 war ein sog. „Roofer“ mit einer Fotoausrüstung in einem Rucksack auf das Dach des Signal Iduna Parks in Dortmund geklettert, um ein besonderes Foto des voll besetzten Stadions aufzunehmen.

Die Aktion löste einen umfangreichen Polizeieinsatz aus. Das Polizeipräsidium Dortmund stellte ihm anschließend Kosten in Höhe von 12.076,93 Euro in Rechnung.

Gegen die Kostenforderung klagte der Mann vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Im laufenden Verfahren entschieden sich beide Seiten für ein Mediationsverfahren und stellten die Klage zunächst ruhend.

Mit Erfolgt: Der Kläger zeigte sich einsichtig und bedauerte die Folgen seines Handelns. Er erklärte sich bereit, einen erheblichen Teil der Kosten zu übernehmen. Im Gegenzug reduzierte die Polizei die Forderung auf 7.000 Euro. Zudem verpflichtete sich der Kläger, künftig in ganz Nordrhein-Westfalen keine Gebäude mehr unerlaubt oder zu nicht erlaubten Zeiten zu betreten. Das Klageverfahren wurde anschließend übereinstimmend für erledigt erklärt.

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen betonte, dass die Mediation den Beteiligten geholfen habe, die Sichtweise der jeweils anderen Seite besser zu verstehen und eine Lösung zu finden, die über die Möglichkeiten eines normalen Gerichtsverfahrens hinausgeht.



Verlag Dr. Otto Schmidt vom 10.08.2026 12:31
Quelle: derwesten.de v. 26.7.2026

zurück zur vorherigen Seite