Gericht vertagt Entscheidung im Streit um Beuys-Bronze zugunsten eines Mediationsversuchs
Ein Streit um das Kunstwerk „Grabmal van der Grinten“ von Joseph Beuys vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht geht weiter – vorerst ohne Urteil. Der Richter vertagte die Sitzung, nachdem die Klägerin ein Mediationsverfahren vor dem Verwaltungsgericht mit allen Erben beantragt hatte.
Dabei versuchen die Beteiligten mit einem neutralen Vermittler, den das Gericht stellt, den Streit ohne Urteil zu beenden. Das berichtet das Monopol Magazin für Kunst und Leben unter Berufung auf eine entsprechende dpa-Meldung.
Hintergrund der juristischen Auseinandersetzung ist eine gespaltene Erbengemeinschaft. Während die einen möchten, dass das Kunstwerk in ein Museum gebracht wird, ist der andere Teil strikt dagegen – und will, dass die Beuys-Plastik an ihrem Platz auf dem Friedhof bleibt, wo sie als Sehenswürdigkeit in der niederrheinischen Stadt gilt. Es sei nicht ohne Grund ein öffentliches Denkmal, betonte Marecellina van der Grinten, die als Klägerin vor Gericht auftrat. Sie wehrt sich gegen die Erlaubnis der Stadt, das Baudenkmal zu entnehmen und in das Heimat-Museum Katharinenhof zu bringen. Die Vertreter der Gemeinde Kranenburg betonten, das Grabmal im öffentlichen Interesse durch den Umzug ins Museum nur schützen zu wollen.

