CfM-Mediationspreise

Auslobung

Mediations-Wissenschaftspreis 2018

Mediations-Förderpreis 2018

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Bereits seit 2000 verleiht die Centrale für Mediation regelmäßig zwei Mediationspreise, den Sokrates-Preis für Mediation und den Mediations-Wissenschafts-Preis.

Mit dem Sokrates-Preis werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die als Mediator, Lehrer oder Wissenschaftler Herausragendes in der Mediation und im Konflikt-Management geleistet haben. Anlass für die Auszeichnung kann ein gelungenes großes Mediations-Projekt, eine wichtige Publikation oder auch das Lebenswerk einer Mediatorin oder eines Mediators sein.

Der ebenfalls von der Centrale für Mediation verliehene Mediations-Wissenschafts-Preis wird für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit (Dissertationen und Habilitationsschriften) zum Thema Mediation verliehen und ist mit 2.500 € dotiert.

Initiator und Förderer der Preise ist die "Stiftung Apfelbaum - Partner für ein ZusammenWachsen von LebensWelten", die der langjährige geschäftsführende Gesellschafter des Verlages Dr. Otto Schmidt, Herr Dr. Hans-Martin Schmidt, vor rund 20 Jahren gegründet hat.

Darüber hinaus lobt die Centrale für Mediation seit 2009 einen sog. Förderpreis aus, mit dem besonders innovative Master- und Magisterarbeiten zum Themenbereich Mediation und Konfliktmanagement ausgezeichnet werden. Der jährlich verliehene Förderpreis wird mit 1.000 € dotiert und - wie die 2000 ins Leben gerufenen Mediations-Preise - von der Stiftung Apfelbaum finanziert. 

 

 



Sokrates-Preisträger 2016 Eberhard Carl mit Laudatorin und Jurymitglied Dr. Gisela Mähler

 

 



Dr. Wolfgang Reutter, Förderpreisträger 2016, mit Dr. Gisela Mähler bei der Preisverleihung am 20. Mai 2016 in Frankfurt/M.


 


Sokrates-Preis

Bisherige Preisträger:

Sokrates-Preis für Mediation 2016

Mit dem Sokrates-Preis 2016 wurde Eberhard Carl für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Carl leitete von 2006 bis 2012 das Referat für Mediation, Schlichtung und Internationale Kindschaftssachen im Bundesjustizministerium. In dieser Funktion war er maßgeblich an der Entstehung der EU-Mediationsrichtlinien als Vertreter Deutschlands beteiligt. Er begleitete auch die lange und zähe Geburt des 2012 in Kraft getretenen Mediationsgesetzes. Daneben engagiert Carl sich seit vielen Jahren im Bereich der Familienmediation Er wirkte an mehreren erfolgreichen bi-nationalen Mediationsprojekten für grenzüberschreitende Kindschafsstreitigkeiten mit. Sein besonderes Anliegen gilt dem Kindeswohl und dessen Artikulation durch die Kinder selbst.
 

Sokrates-Preis für Mediation 2014

Der Sokrates-Preis 2014 ging an Prof. Dr. Dr. Friedrich Glasl. Glasl hat mit seinem Wirken in Lehre, Wissenschaft und Praxis entscheidende Impulse für die Mediation gesetzt hat. Mit dem Titel "Konfliktmanagement" hat er im Jahr 1980 das Grundlagenbuch zur angewandten Konfliktwissenschaft publiziert und damit für die Konfliktforschung in Deutschland und weit darüber hinaus ein bedeutendes Fundament geschaffen. Seine Modelle und Konzepte zum Konfliktmanagement, wie das neun-stufige Eskalationsmodell, finden international große Beachtung und haben vielfältige Forschungen angeregt. Der spätere Berater und Trainer für Unternehmensentwicklung Glasl wurde 1941 in Wien geboren, ließ sich später zunächst als Schriftsetzer ausbilden und studierte dann an der Universität Wien Politische Wissenschaft, Psychologie und Philosophie. Er promovierte zur internationalen Konfliktverhütung. Seine Habilitation an der Universität Wuppertal war der Organisationswissenschaft und Konfliktforschung gewidmet. Danach folgten Lehrtätigkeiten an verschiedenen Universitäten, u.a. in England, Finnland, Österreich, Russland und Südafrika. Glasl ist Mitbegründer der Trigon Entwicklungsberatung.


Sokrates-Preis für Mediation 2011

Mit dem Sokrates-Preis 2011 wurde der Round Table Mediation und Konfliktmanagement in der Deutschen Wirtschaft ausgezeichnet (kurz: RTMKM). Erstmalig wurde damit eine Institution bzw. eine Gruppe ausgezeichnet. Der RTMKM ist ein Arbeitskreis von Unternehmensvertretern der deutschen Wirtschaft, die sich in einem kooperativen Rahmen insbesondere zum Thema Mediation austauschen. Der Arbeitskreis wurde im Jahr 2008 auf Initiative der SAP AG und der E.ON Kernkraft GmbH ins Leben gerufen. Dem Kreis gehören mittlerweile Repräsentanten von 50 namhaften Unternehmen an, u.a. Deutsche Bank, AUDI, Bayer, Deutsche Telekom, Bombardier Transportation, Deutsche Bahn, Porsche, ERGO, EnBW AG, Fraunhofer Gesellschaft sowie Siemens und IKEA. Die Auszeichnung des Sokrates-Preises erhält der Round Table für seinen innovativen Ansatz im Engagement um die Implementierung von Mediation als wichtigem Baustein eines modernen Konfliktmanagementsystems. Die Mitglieder des RTMKM fördern durch ihre beispiellose Initiative die Akzeptanz und Etablierung von Mediation und Konfliktmanagement in der Wirtschaft und setzen damit neue, wegweisende Impulse.


Sokrates-Preis für Mediation 2010

Der Sokrates-Preis ging dieses Jahr an den Berliner Rechtsanwalt und Mediator Christoph C. Paul. Der geborene Oldenburger lebt seit 1975 in Berlin, wo er als Rechtsanwalt und Notar arbeitet. Seit Mitte der 90er Jahre als Mediator aktiv, zählt er zu den Pionieren der Mediation in Deutschland. Sein besonderes Engagement gilt der Mediation bei internationalen Kindschaftskonflikten sowie der Professionalisierung von Mediationsangeboten speziell für binationale Paare. Mit dem Sokrates-Preis ausgezeichnet wird Christoph Paul als langjähriger praktizierender Mediator und als "Mediator der Mediation" in institutionellen Zusammenhängen. So ist er u.a. als Sprecher der Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation, als Mitglied im Beirat für gerichtliche Mediation bei den Berliner Gerichten und im Expertengremium zur "Vorbereitung der Gesetzgebungsarbeiten für ein Mediationsgesetz" beim Bundesministerium der Justiz engagiert.


Sokrates-Preis für Mediation 2009

Den Sokrates-Preis erhielt in diesem Jahr Prof. Dr. Herbert C. Kelman von der Harvard Universität. Kelman, in Wien geboren und aufgewachsen, bis er nach dem Anschluss Österreichs und der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten in die USA emigrieren musste, war zuletzt von 1993 bis 2003 Professor an der Harvard Universität und Direktor des Programms für Internationale Konfliktanalyse und Konfliktlösung. Er gilt als einer der herausragenden Sozialpsychologen auf dem Feld der Konfliktforschung und ist Pionier in der Entwicklung informeller Ansätze zur Lösung internationaler Konflikte. Seit vielen Jahren befasst sich Kelman mit der Entwicklung interaktiver Methoden, die er für die Lösung realer menschlicher Konflikte fruchtbar macht. Hauptanwendungsfeld ist der israelisch-palästinensische Konflikt, für den er einen eigenen Ansatz entwickelt hat.


Sokrates-Preis für Mediation 2007

Mit dem Sokrates-Preis für Mediation wurde in diesem Jahr Dr. Gerda Mehta für ihre außergewöhnlichen Verdienste um die interkulturelle Entwicklung in der Mediation ausgezeichnet. Die Österreicherin ist durch zahlreiche Publikationen sowie durch ihr Engagement in der ARGE Bildungsmanagement in Wien bekannt. Sie ist seit Mitte der 80er Jahre Familienmediatorin und Mitbegründerin der Wiener Kongresse zur Mediation, die sich insbesondere durch ihre kulturelle Ausrichtung auszeichnen. Neben der Vermittlung in unterschiedlichen Kulturkreisen sowie zwischen Angehörigen unterschiedlicher Kulturen gilt ihr Interesse der Friedensarbeit. Mehta leitete über fünf Jahre in Moskau ein Projekt zur Psychotherapieausbildung und arbeitete u.a. in Serbien bei Care an der Reform der Jugendwohlfahrt mit. Ihr unermüdlicher Einsatz gilt der Verbreitung der Mediationshaltung und -gedanken in unterschiedlichsten Kulturräumen, darunter Moskau, Sibirien, Rumänien und Indien.


Sokrates-Preis für Mediation 2005

Mit dem Sokrates-Preis für Mediation wurde 2005 Rechtsanwalt Dr. Reiner Ponschab für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Ponschab engagiert sich bereits über 25 Jahre für den Bereich Alternative Dispute Resolution und gilt als Wegbereiter der Wirtschaftsmediation in Deutschland. Sein 1997 im Verlag Dr. Otto Schmidt erschienenes Werk "Kooperation statt Konfrontation - Neue Wege anwaltlichen Verhandelns", das er gemeinsam mit Adrian Schweizer schrieb, machte die Mediation hierzulande auch in der Anwaltschaft bekannt und hoffähig. Ponschab ist Vorsitzender des Ausschusses für außergerichtliche Konfliktbeilegung im Deutschen Anwaltverein und Präsident der Gesellschaft für Wirtschaftsmediation und Konfliktmanagement, gwmk.


Sokrates-Preis für Mediation 2004

Den Sokrates-Preis erhielt dieses Jahr Ex-Bürgermeister von Bremen Hans Koschnick. Er wurde für seine besondere Verdienste im Bereich der Konfliktlösung geehrt. Koschnick hatte seine hervorragenden mediativen Fähigkeiten unter anderem zwei Jahre lang als EU-Administrator in der stark zerstörten Stadt Mostar in Bosnien-Herzegowina unter Beweis gestellt. Er hat sich aber auch als Schlichter in Tarifkonflikten und bei Arbeitskämpfen erfolgreich eingesetzt.


Sokrates-Preis für Mediation 2003

Lis Ripke, Rechtsanwältin und Mediatorin in Heidelberg, wurde in diesem Jahr der Sokrates-Preis verliehen. Die Preisträgerin wurde ausgezeichnet für ihre hohen Verdienste in der Praxis der Mediation. Lis Ripke zählt zu den Pionieren des Mediationsgedankens in Deutschland und ist namentlich im Bereich der Familienmediation eine weithin anerkannte und respektierte Autorität. Sie ist Mitbegründerin und Leiterin des Heidelberger Instituts für Mediation sowie Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation (BAFM). An der Universität Heidelberg nimmt sie einen Lehrstuhl für Mediation wahr.


Sokrates-Preis für Mediation 2002

Prof. Dr. Stephan Breidenbach, Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder ist der diesjährige Preisträger. Er wurde ausgezeichnet für seine besonderen Verdienste um die Verbreitung der Mediation in Theorie und Praxis. Breidenbach ist Professor für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und Internationales Wirtschaftsrecht. Ein Forschungsjahr an der University of California in Berkeley (1989/1990) hat ihn zur Mediation geführt, die seitdem zu einem Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen und praktischen Tätigkeit geworden ist.


Sokrates-Preis für Mediation 2001

In diesem Jahr wurde Prof. Dr. Walther Gottwald für seine Verdienste um die Verbreitung der Mediation und sein Lebenswerk auf diesem Gebiet ausgezeichnet.
Gottwald ist Professor für Bürgerliches Recht, Handelsrecht und Methoden der Rechtswissenschaft an der Fachhochschule Nordostniedersachsen in Lüneburg und Richter am Oberlandesgericht. Bereits seit Ende der 70er Jahre beschäftigt sich Gottwald mit Alternativen zum Gerichtsverfahren. In zahlreichen Publikationen hat er seine Erfahrungen, gestützt durch verschiedene Studienaufenthalte im Ausland, verarbeitet und befasst sich seither mit der Umsetzung von ADR in der Justizpraxis und Rechtspolitik in Deutschland.


Sokrates-Preis für Mediation 2000
 
Für sein Lebenswerk auf dem Feld der Mediation wurde Gary Friedman, Millvalley/California, ausgezeichnet.
Friedman ist Rechtsanwalt und Direktor des California Center for Mediation in Law und Mitbegründer des New York Center for Mediation in Law. Er hat zusammen mit anderen (im besonderen: Jack Himmelstein) zu Beginn der 90er Jahre die Mediationsszene in der Bundesrepublik maßgeblich geprägt. Er begann als Familienmediator, widmet sich seit einigen Jahren jedoch ganz der Wirtschaftsmediation. Bis heute ist er ein gefragter Ausbilder im Bereich Wirtschaftsmediation in Europa.

 

Wissenschaftspreis

Bisherige Preisträger:

Mediations-Wissenschaftspreis 2016

Der Mediations-Wissenschaftspreis ging in 2016 gleichberechtig an zwei Preisträger. Dr. Martin Fries wurde für seine Habilitationsschrift "Verbraucherrechtsdurchsetzung, die an der LMU München betreut wurde, ausgezeichnet. Das Thema steht rechtspolitisch auf der Tagesordnung, wobei naturgemäß der Bedarf nach wissenschaftlicher Grundlegung für die Diskussion groß ist. Die Grundlegung unternimmt Fries in seiner Habilitationsschrift. Er behandelt die beiden Säulen Justiz und ADR in ihrer jeweiligen Bedeutung insgesamt und damit das bedeutende Forschungsfeld des sog. Dispute System Design. Fries wurde 2010 bereits für seine Dissertation "Mediation ohne Mediator" mit dem Mediations-Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

Ebenfalls mit dem Mediations-Wissenschaftspreis 2016 prämiert wurde Dr. Torsten Soffner für seine Dissertation "Mediation im Sozialrecht", betreut an der Leibniz Universität Hannover. Die Arbeit ist dem noch weitgehend unbehandelten Bereich der Mediation im sozialverwaltungsrechtlichen Verfahren im Verhältnis zwischen Bürgern zu Sozialbehörden gewidmet. Die grundlegende Arbeit schließt eine wissenschaftliche Lücke und kann damit auch als Pionierstudie auf dem Gebiet bezeichnet werden.

Mediations-Wissenschaftspreis 2014

Der Mediations-Wissenschafts-Preis 2014 wurde gleich zweimal verliehen.
Dr. Felix Wendenburg wurde für seine Dissertation "Schutz der schwächeren Partei in der Mediation" ausgezeichnet. Die Arbeit betreute die Buccerius Law School. Sie untersucht erstmalig systematisch die strukturell ungleich gewichtete Verhandlungsmacht der Konfliktparteien. Wendenburg setzt sich in seiner Arbeit mit mediationsspezifischen Schutzaspekten auseinander und befürwortet die Einführung eines neuen Schutzelement: Der fakultativen Beratung der schwächeren Partei in der Mediation durch einen Rechtsanwalt, oder wahlweise ein 14-tägiges Widerrufsrecht der Mediationsvereinbarung. Wendenburg erläutert, wie sich der Schutz der schwächeren Partei in der Mediation in bereits heute existierende Regelungen im Zivilrecht einfügen ließe und schließt seine Arbeit mit einem konkreten Normierungsvorschlag.

Ebenfalls mit dem Mediations-Wissenschafts-Preises 2014 prämiert wurde Dr. Kai Monheim. Er wurde für seine Disseration "The impact of process management on multilateral negotiations: An analysis of UN negotiations on climate change, world trade, and biosafety." ausgezeichnet. Die London School of Economics and Political Science betreute diese Dissertation. Monheimuntersucht in seiner Arbeit den Einfluss der Gestaltung von Verhandlungsprozessen auf die Wahrscheinlichkeit einer Einigung in den Verhandlungen - unter anderem anhandvon über 60 Interviews mit Teilnehmer des UN-Klimagipfel Kopenhagen 2009, des WTO-Gipfel in Seattle 1999und des UN-Gipfel zu Biologischer SicherheitCartagena 1999.

Mediations-Wissenschaftspreis 2011

Mit dem Mediations-Wissenschaftspreis 2011 wurde die Münchnerin Nikola Friedrich für ihre Dissertation "Mediation in der Sozialgerichtsbarkeit" ausgezeichnet. Die Arbeit wurde am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Sozialrecht in München betreut und untersucht die sozialgerichtliche Mediation in ihrer konflikttheoretischen, verfassungs- und prozessrechtlichen Bedeutung. Die Verfasserin erörtert die Besonderheiten der Konflikte in der Sozialgerichtsbarkeit und vergleicht das übliche sozialgerichtliche Verfahren mit der sozialgerichtlichen Mediation. Im Mittelpunkt des Vergleichs steht die Bedeutung der Verfahrensgerechtigkeit. Zur Frage, wie die sozialgerichtsinterne Mediation in den Gerichtsalltag implementiert werden kann, entwickelt die Verfasserin detaillierte und konkrete Vorschläge.

Mediations-Wissenschafts-Preis 2010

Mit dem Mediations-Wissenschafts-Preis 2010 wurde der Münchner Assessor Martin Engel für seine Dissertation "Collaborative Law - Mediation ohne Mediator" ausgezeichnet. Engel untersucht die Einsatzmöglichkeiten des in den USA entwickelten Verfahrens innerhalb des deutschen Rechtssystems. Es handelt sich um die erste deutschsprachige Monographie zu der hierzulande noch weitgehend unbekannten Thematik. In den USA ist das Verfahren insbesondere in Familiensachen heute gängige Praxis. Inhaltlich handelt es sich beim Collaborative Law um ein ADR-Verfahren im Geiste der Mediation, bei dem die beteiligten Parteien in mediativen Sinne verhandeln. Verhandlungsspielraum wird vor allem dadurch erreicht, dass Parteianwälte darauf verzichten, ihre Parteien im Falle des Scheiterns der Verhandlungen bei Gericht zu vertreten.


Mediations-Wissenschafts-Preis 2009

Die Jury hat sich in diesem Jahr entschieden, den Wissenschaftspreis nicht zu verleihen.


Mediations-Wissenschafts-Preis 2007

Preisträgerin des Mediations-Wissenschafts-Preises 2007 ist Rechtsanwältin Dr. Ulla Gläßer. Sie wurde für ihre Dissertation zum Thema "Mediation und Beziehungsgewalt" ausgezeichnet. Gläßer hat ein methodisch anspruchsvolles und wissenschaftlich herausragendes Konzept für das in der Praxis bislang nicht befriedigend gelöste Problem entwickelt, wie die Methoden der Mediation für die Aufarbeitung von Beziehungsgewalt fruchtbar gemacht werden können. Gläßer ist der Mediationsszene bereits seit vielen Jahren als Autorin zahlreicher Fachartikel sowie als Referentin bekannt. Sie war maßgeblich am Aufbau des Modellprojekts der Mediationsstelle Frankfurt/Oder sowie des Masterstudiengangs Mediation an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder beteiligt, den sie als Mitglied der akademischen Leitung und als Referentin gegenwärtig mit betreut. Daneben ist Gläßer seit 2003 als Partnerin in der von ihr mit gegründeten Kanzlei für Mediation als praktizierende Mediatorin in Berlin tätig.


Mediations-Wissenschafts-Preis 2006

In diesem Jahr wurde Oliver Märker für seine Dissertation "Online-Mediation als Instrument für eine nachhaltige Stadt- und Regionalplanung. Eine qualitative Untersuchung zur internen und externen Relevanz online-mediierter Verfahren" ausgezeichnet. Märker arbeitet in der Abteilung "Wissen und Kommunikation" am Fraunhofer Institut für Autonome Intelligente Systeme. Er beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Relevanz online-gestützter Beteiligungsverfahren und gehört u.a. zu den Gründungsmitgliedern der Initiative e-Partizipation und des Berliner Fraunhofer e-Governement Zentrums.


Mediations-Wissenschafts-Preis 2005

Preisträger des Mediations-Wissenschafts-Preises 2005 ist Dr. Armin Hutner. Er wurde für sein Werk "Das internationale Privat- und Verfahrensrecht der Wirtschaftsmediation" ausgezeichnet.
In seiner Arbeit untersucht Hutner Kollisionsregeln, die auf die Mediationsvereinbarung, den Mediatorvertrag und den Mediationsvergleich Anwendung finden. Er stellt besondere Problemstellungen internationaler Wirtschaftskonflikte dar und erarbeitet Hinweise für eine interessengerechte vertragliche Ausgestaltung grenzüberschreitender Mediationsverfahren. Zugleich nimmt er zu aktuellen Gesetzgebungsverfahren auf dem Gebiet der Mediation Stellung.


Mediations-Wissenschafts-Preis 2004

Die unabhängige Jury hat den diesjährigen Mediations-Wissenschafts-Preis Dominic Busch von der Europa-Universität Viadrina für seine Dissertationsschrift "Interkulturelle Mediation" verliehen.
Die Arbeit von Dominic Busch stellt in erster Linie einen richtungsweisenden Beitrag zum Thema "Interkulturelle Kommunikation" dar. Sie ist darüber hinaus aber auch für theoretische und praktische Überlegungen im Anwendungsbereich "Mediation" von wichtiger Bedeutung. Dominic Busch gibt einerseits einen Überblick zu den wichtigsten Vorüberlegungen des relativ neuen Praxisbereichs "Interkulturelle Mediation" und hinterfragt andererseits kritisch den Stand der Vorarbeiten und benennt Forschungsaufgaben, die erst noch zu bearbeiten sind, um diesen ständig an Bedeutung gewinnenden Praxisbereich wissenschaftlich zu fundieren.


Mediations-Wissenschafts-Preis 2003

In diesem Jahr hat die unabhängige Jury erneut zwei Preisträger für ihre herausragenden Arbeiten ausgezeichnet.

Dr. Marietta Birner, Rechtsanwältin, ist für ihre Dissertation "Das Multi-Door Courthouse - Ein Ansatz zur multi-dimensionalen Konfliktbehandlung" ausgezeichnet worden.
Das Werk analysiert die gerichtsangebundene Konfliktbehandlung anhand von unterschiedlichen Modellen des Multi-Door Courthouse, die sich in den USA herausgebildet haben. Funktionsweise, Qualität und Effizienz des Multi-Door Courthouse sowie die Einbindung der Institution in Gerichtsverfahren werden anhand von Fällen aus der Praxis dargestellt, analysiert und auf die Übertragbarkeit in das deutsche Rechtssystem überprüft.

Dr. Torsten Schoen, Rechtsanwalt, ist für seine Dissertation "Konfliktmanagementsysteme für Wirtschaftsunternehmen - Aus deutscher und US-amerikanischer Sicht" ausgezeichnet worden. Schoen ist seit 2002 als Mitarbeiter des Office of The Legal Adviser im Kosovo tätig.
Ausgehend von den Erfahrungen in den USA werden in der Arbeit die Möglichkeiten deutscher Unternehmen untersucht, ihr Konfliktmanagement effizienter zu gestalten. Der Autor schreitet das gesamte Spektrum von Instrumenten der gütlichen und streitigen Beilegung von Konflikten ab und gibt der Praxis wertvolle Handreichungen für präventive Regelungsmaßnahmen und die Implementierung von Konfliktmanagementsystemen in Unternehmen.


Mediations-Wissenschafts-Preis 2002

Die Jury hat sich in diesem Jahr entschieden, den Wissenschaftspreis nicht zu verleihen.


Mediations-Wissenschafts-Preis 2001

Die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten hat die unabhängige Jury in diesem Jahr dazu veranlasst, zwei Preisträger auszuzeichnen:

PD Dr. phil. Petra Ahrweiler, Arbeitsstelle Medien und Politik an der Universität Hamburg, für ihre Habilitationsschrift "Informationstechnik und Kommunikationsmanagement - Netzwerksimulation für die Wissenschafts- und Technikforschung".
Ahrweiler leitet verschiedene wissenschaftliche Forschungsprojekte zum Thema Kommunikations- und Konfliktmanagement in wissensbasierten Organisationen. Das Buch stellt eiin formales Verfahren zur Integration von differenten Theorien bzw. konzeptuellen Strukturen vor, das Chancen und Grenzen von Theorienkooperationen aufzeigt. Mit seinen Möglichkeiten der Netzwerksimulation kann das entwickelte Verfahren auch die Konflikt-Kommunikation in sozialen Netzwerken der modernen Wissens- und Technologieproduktion unterstützen.

Dr. Andreas Hacke für seine Dissertation "Der ADR-Vertrag - Vertragsrecht und vertragliche Gestaltung der Mediation und anderer alternativer Konfliktlösungsverfahren". Hacke arbeitet u.a. am centrumfür verhandlungenund mediation der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.
Mit der vorliegenden Arbeit ist versucht worden, die Veranstaltung von außergerichtlichen Verfahren zur Beilegung zivilrechtlicher Streitigkeiten als Zusammenspiel vertraglicher Beziehungen darzustellen, diese vertraglichen Beziehungen zu identifizieren und zu qualifizieren, sowie eine Hilfestellung für die vertragliche Gestaltung solcher Verfahren zu geben.


Mediations-Wissenschafts-Preis 2000

Markus Troja M.A. erhielt den mit DM 5.000 dotierten Preis für seine Dissertation "Umweltkonfliktmanagement und Demokratie. Zur Legitimation kooperativer Konfliktregelung in der Umweltpolitik". Troja ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Horst Zilleßen an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Mitarbeiter der Mediator GmbH, Zentrum für Umweltkonfliktforschung und -management in Oldenburg. Als Mediator, Moderator und Trainer in Mediation hat er mehrjährige Erfahrung in der Vorbereitung und Durchführung von Mediationen im Umweltbereich. Er hat Lehraufträge zu Umweltpolitik und Umweltökonomie an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg und hält regelmäßig Vorträge und Seminare zur Mediation.

 

Förderpreis

Bisherige Preisträger:

Förderpreis Mediation 2016

Der Förderpreis Mediation ging 2016 an Dr. Wolfgang Paul Reutter, der für seine Masterarbeit "Die Achtsamkeit des Mediators - Einsicht, Ethos, Intervention", Fernuniversität Hagen, ausgezeichnet wurde. Reutter greift in seiner Arbeit aus dem Jahr 2014 ein Thema auf, das in Deutschland erst am Anfang einer breiten wissenschaftlichen Debatte steht, nämlich welchen Einfluss die Persönlichkeit des Mediators auf den Mediationsprozess hat. Reutter untersucht die allgemeinen Achtsamkeitslehren auf die Wirkung für Mediatoren. Neben dem "Was" (Inhalt) und dem "Wie" (Methode, Struktur) wird das "Wer" (Wer ist der Mediator und wie geht er mit sich um?) in den Blick gerückt. Die mit dem Förderpreis ausgezeichnete Arbeit ruft zur Intensivierung der Befassung mit der Persönlichkeit des Mediators und der Führungskräfte, die mit mediativen Elementen vertraut sind, auf, damit über deren Selbstreflektion Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse besser gelingen.

Förderpreis für Mediation 2014

Mit dem Förderpreis Mediation 2014 wurde die Stuttgarterin Andrea Hartmann-Piraudeau für ihre Magisterarbeit "Schlichtung Stuttgart 21: Parallelen und Unterschiede zur Mediation" ausgezeichnet. Die Arbeit wurde betreut von der Fernuniversität in Hagen. Hartmann-Piraudeau durchleuchtet in ihrer Arbeit das Verfahren der Schlichtung um Stuttgart 21 und arbeitet Parallelen und Unterschiede zu Grundelementen der Mediation im öffentlichen Bereich heraus. Sie analysiert die Rolle der Öffentlichkeit für das Verfahren und setzt sich mit der Person und dem Verhandlungsstil des Verhandlungsführers Heiner Geißler auseinander.

Förderpreis Mediation 2011

Der Förderpreis Mediation wurde 2011 erneut mehrfach vergeben:
Ausgezeichnet wurden Svenja Melbey und Irina Neumann für ihre Bachelorarbeit "Höhen, Tiefen, Wendepunkte - die Panoramatechnik in der Konfliktbearbeitung". Die Arbeit wurde an der Universität Hamburg, im Fachbereich Psychologie betreut. Sie stellt die sog. Panoramatechnik nach Hilarion Petzold für den Bereich der Konfliktberatung vor. Es handelt sich um eine Visualisierungsmethode, die in der integrativen Therapie beheimatet ist und ursprünglich im Rahmen von Sterbebegleitung und Suchttherapie eingesetzt wurde.

Weiter wurde die Masterarbeit "International mediation-prospects and limits on the example of the Kosovo" von Christopher Prinz M.A. mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Der Verfasser analysiert die erfolglose Kosovo-Troika-Vermittlung von 2007 und vergleicht sie mit dem 'erfolgreichen' Vertrag des Vermittlungsprozesses von Westfalen von 1648. Die Arbeit basiert auf zahlreichen Interviews, die der Verfasser mit Persönlichkeiten, die in die Vermittlung involviert waren, geführt hat, u.a. Wolfgang Ischinger, der Kosovo-Unterhändler der EU, Dr. Frank-Walter Steinmeier, seinerzeit deutscher Außenminister, Dr. Gernot Erler, früherer Staatsminister im Auswärtigen Amt, Dr. Theo Sommer, ehem. Herausgeber von Die Zeit.


Förderpreis Mediation 2010 

Der Mediations-Förderpreis wurde 2010 gleich dreimal vergeben. Bei allen drei Arbeiten handelt es sich um Masterarbeiten, die an der FernUniversität Hagen eingereicht wurden:

Sebastian Himstedt wurde für seine Arbeit "Die Mediationsausbildung in Deutschland und Australien - Quantität durch Qualität? - Ein Ländervergleich" ausgezeichnet. Die Arbeit nimmt ihren Ausgangspunkt bei der in Deutschland intensiv geführten Debatte um die Regulierung der Mediation durch ein Berufsrecht für Mediatioren. In diesem Rahmen stellt Himstedt die Entwicklung in Australien dar, wo sich im Wege der Selbstregulierung ein "National Mediator Accreditation System" entwickelt hat, bei dem entsprechende Stellen (National Mediator Accreditation Bodies) die Mediatoren zertifizieren.
Christiane Händel wurde für ihre Arbeit über "Implementierung von Mediation für gesellschaftsübergreifende und -interne Konflikte im Organkreis eines Konzerns" ausgezeichnet. Händel sieht die Mediation als einen wichtigen Baustein im Konfliktmanagementsystem eines Konzerns und beschreibt eingehend die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung der Mediation in komplexen Unternehmensstrukturen. Sie erörtert insbesondere die Kostenzurechnung für Mediationsdienstleistungen innerhalb eines Konzerns sowie die Wahl zwischen externen und internen Mediatoren.
Zef Ahmeti wurde für seine Diplomarbeit mit dem Titel "Die albanische Vermittlung zwischen Tradition und Gegenwart" ausgezeichnet. Die Arbeit baut auf den Erfahrungen auf, die der Verfasser als Albaner in der Schweiz gesammelt hat. Eingehend schildert die Arbeit die Tradition des albanesischen Gewohnheitsrechts - des Kanun - das bei Konflikten seit jeher auf die Vermittlung durch lokal anerkannte Honoratioren setzt, anstatt den Rechtsstreit vor einem staatlichen Gericht zu suchen. Diese Tradition trifft heute auf die moderne Mediation, bei der die Konfliktlösung professionellen Mediatoren anvertraut wird. Die dadurch entstehenden Spannungslagen werden von Ahmeti im Rahmen des Konzepts der interkulturellen Mediation diskutiert.


Förderpreis Mediation 2009

Der erstmals verliehende Förderpreis für Mediation geht in 2009 an zwei Preisträgerinnen: Alexandra Bielecke wurde für ihre Masterarbeit an der Uni Frankfurt/Oder geehrt, in der sie Anspruch und Wirklichkeit in der gerichtlichen Mediation untersuchte. Darin zeigt sie neue Wege auf, wie der Richter aus seinem Rollenkonflikt über die Arbeit mit dem inneren Team nach Friedemann Schulz von Thun heraus findet. Auch andere Motivationsmethoden werden vorgestellt und analysiert.
Die zweite Preisträgerin, Nathalie Primus, beschäftigt sich in ihrer Magisterarbeit mit der vermeintlichen Neutralität der Mediatoren. Ein Dialog könne nicht neutral geführt werden. Sie fordert die Mediatoren deshalb zu einer akzeptierenden Haltung auf. Die fehlende Neutralität könne nur durch inneres Interesse und Neugier aufgelöst werden.