Newsletter für Mediatoren, Ausgabe 4/19, Roland-Rechtsreport: 80 Prozent der Bundesbürger halten Gerichte für überlastet
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Alle zwei Wochen - Aktuelles rund um das Thema Mediation und Konfliktmanagement 07.03.2019

[Formelle-Anrede/],

wer sich einmal in einem x-beliebigen Amtsgericht auf dem Land, aber auch bei so manchem Landgericht und Oberlandesgericht persönlich umschaut, schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Die digitale Akte ist dort ebenso noch Zukunftsmusik wie ein zeitgemäßes Management. Zudem drohen Richter und Staatsanwälte zu vergreisen. Allerorten warnen die Gerichtsdirektoren und -präsidenten vor dem großen Richtersterben. Kurzum: Die Justiz ist in keinem guten Zustand - auch wenn der überwiegende Teil der Bevölkerung ihr noch vertraut.

Da ist es kein Wunder, dass vier von fünf Bundesbürgern die Gerichte für überlastet halten. Das geht aus dem neuen Rechtsreport 2019 hervor, den die Roland Rechtsschutzversicherung alljährlich beim Allensbach Institut in Auftrag gibt. Das sehen übrigens die Justizangestellten genauso: 82 Prozent der Richter und 92 Prozent der Staatsanwälte klagen über zu wenig Personal in ihren Dienststellen.

Allein der Zustand der Justiz spielt der außergerichtlichen Streitbeilegung in die Karten. ADR-Verfahren - namentlich die Mediation - werden immer bekannter.

Apropos: Nur noch 4 Wochen bis zum 18. Mediations-Kongress "Konfliktmanagement der Zukunft" am 5. und 6. April 2019 in München. Neben einem interessanten und abwechslungsreichen Fachprogramm bietet der Kongress wie immer Gelegenheit, persönliche Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.
 

Ich würde mich freuen, Sie in München begrüßen zu dürfen.

Ihre

Karen Engler



 
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18. Mediations-Kongress. Konfliktmanagement der Zukunft. 5./6. April 2019 in München. Jetzt informieren und anmelden!
MELDUNGEN
Roland-Rechtsreport: 80 Prozent der Bundesbürger halten Gerichte für überlastet
Das Güterichterverfahren im prozessualen Kontext - sinnvolle Ergänzung oder Fremdkörper?
Kritik an Starnberg-Mediation: Stadträte fühlen sich schlecht informiert
Schweriner Gerichtspräsident soll Streit um Videoüberwachung schlichten


 
AUS DER ZKM
Gruppenkonflikte: Fallstricke und Gegenmaßnahmen (ZKM 2ß19, 8)


 

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News
Roland-Rechtsreport: 80 Prozent der Bundesbürger halten Gerichte für überlastet

Gerichtsverfahren in Deutschland dauern viel zu lange - zu diesem Urteil kommen 88 Prozent der Bundesbürger sowie 75 Prozent der Richter und Staatsanwälte. Das geht aus dem ROLAND Rechtsreport 2019 hervor, den ROLAND Rechtsschutz kürzlich veröffentlicht hat.



News
Das Güterichterverfahren im prozessualen Kontext - sinnvolle Ergänzung oder Fremdkörper?

Mit Wirkung zum 26.7.2012 hat der Gesetzgeber die ZPO, das FamFG und das ArbGG um den "Güterichter" ergänzt. Auch mehr als sechs Jahre später ist die Stellung des Güterichters im gerichtsverfassungsrechtlichen und verfahrensrechtlichen Gefüge noch immer weitgehend ungeklärt und wirft eine Vielzahl von Fragen auf, denen Autor Benedikt Windau im ZPOBlog nachgeht.



News
Kritik an Starnberg-Mediation: Stadträte fühlen sich schlecht informiert

Offene Kritik wegen unzureichender Informationen zum Stand der Mediation zwischen der Stadt Starnberg und der Deutschen Bahn (DB) hat SPD-Stadtrat Tim Weidner geäußert.



News
Schweriner Gerichtspräsident soll Streit um Videoüberwachung schlichten

Der Landesdatenschutzbeauftragte und das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommerns wollen ihren monatelangen Streit um die Videoüberwachung am Schweriner Marienplatz außergerichtlich beilegen.



AUS DER ZKM

Gruppenkonflikte: Fallstricke und Gegenmaßnahmen (ZKM 2ß19, 8)

Erkenntnisse aus der psychologischen Verhandlungs- und Mediationsforschung veranschaulicht an "Stuttgart 21"´"

von Eve Sarah Müller, David D. Loschelder, Benjamin Höhne, Onno Husen

Bereits seit den 1960er Jahren widmet sich die Psychologie der Erforschung von Verhandlungen und Konflikten. Einige der wissenschaftlichen Erkenntnisse der Verhandlungsforschung lassen sich auf Konflikte zwischen Individuen und auch auf  Konflikte zwischen Repräsentanten spezifischer Gruppen übertragen. Unter einer psychologischen Perspektive können damit Fallstricke in Konflikten identifiziert werden, die durch (1) soziale Identitäten von Disputanten, (2) motivationale Faktoren oder (3) die Fokussierung auf Verluste entstehen können. Die Analyse eines Konfliktes unter diesen Gesichtspunkten ermöglicht eine gezielte Unterstützung der Lösung des Konfliktes. Mögliche Methoden sind das Hinzuziehen einer Drittpartei bzw. eines Mediators, die gezielte Fokussierung auf Gewinne statt auf Verluste, oder die Betonung einer gemeinsamen Gruppenzugehörigkeit.


 
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Amtsgericht Köln, HRA 5237
USt.-Ident-Nr.: DE 123047975


Verantwortlich für den Inhalt:

RAin Dr. Karen Engler
Leitung Centrale für Mediation
Verlag Dr. Otto Schmidt KG
cfm@mediate.de
Tel.: 0221-93738- 821



Redaktion:
Marcus Creutz,
Rechtsanwalt und Wirtschaftsjournalist, Lenggries
E-Mail:
racreutz@aol.com | Internet: www.marcus-creutz.de




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