Dieselgate: VW verlängert die Annahmefrist für Vergleichsangebot

Volkswagen hat die Frist zur Annahme des mit der Verbraucherzentrale VZBV geschlossenen Dieselvergleich vom 20. April bis zum 30. April verlängert. Bis jetzt wurden 200.000 Vergleiche geschlossen, weitere 21.000 sind in Bearbeitung.

Bei rund 262.000 vergleichsberechtigten Kunden liegt damit die Annahmequote bis dato bei rund 85 Prozent. Damit wird wohl insgesamt eine Summe von rund 620 Millionen Euro an die Vergleichsberechtigten ausgezahlt -und zwar in Einzelbeträgen zwischen 1.350 und 6.250 Euro ab dem 5. Mai. Insgesamt stehen 830 Millionen Euro zur Verfügung. Volkswagen löst damit einen Großteil des Dieselstreits mit deutschen Kunden.

VZBV-Chef Klaus Müller hält die ausgehandelten Entschädigungsbeträge für fair. Trotzdem übt er im Interview mit dem Handelsblatt harsche Kritik an VW. Der Autobauer habe den größten Wirtschaftsbetrug in der deutschen Historie zu verantworten. „Mehr als vier Jahre lang spitzte sich der Dieselskandal zu, ohne dass der Konzern Entgegenkommen zeigte“, sagte Müller. Auch das Verkehrsministerium habe nicht für die Verbraucher gekämpft.


Verlag Dr. Otto Schmidt vom 22.04.2020 07:59
Quelle: www.handelsblatt.de v. 20.4.2020

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