Mehrgleisige Konfliktlösung bei Lufthansa und Ufo

Nach monatelangen Querelen haben sich Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo auf einen Friedensplan geeinigt. Laut Süddeutscher Zeitung wollen die Streitparteien in drei parallelen Verfahren die Konflikte lösen. In einer Mediation wollen Lufthansa und UFO besprechen, wie sie künftig miteinander umgehen und Vertrauen wiederherstellen wollen.

In der sogenannten großen Schlichtung geht es strikt um die Tarifthemen. Und als neues Element ist nun ein außergerichtliches Güteverfahren hinzugekommen, in dem ein Arbeitsrichter finanzielle und materielle Forderungen der Parteien und einzelner Funktionäre klären soll. „Dem Vernehmen nach fordern UFO und ihr Vorstandsbeauftragter, der frühere Chef Nicoley Baublies, einen siebenstelligen Betrag von Lufthansa“, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Die Flugbegleiter profitieren schon jetzt, wie der Deutschlandfunk berichtet. Sie erhalten ab sofort zwei Prozent mehr Geld, außerdem eine Einmalzahlung von 1.500 Euro. Die schwierigeren Themen sind den Schlichtern Matthias Platzeck und Frank-Jürgen Weise vorbehalten. Für die Lufthansa-Kunden heißt das: Während der Mediation gilt die Friedenspflicht im gesamten Lufthansa-Konzern. Sie soll mindestens bis Ende Februar, spätestens bis Mitte März dauern. Und während der Schlichtung, die wohl drei bis vier Monate dauern könnte, soll es laut Deutschlandfunk keine Streiks in der Muttergesellschaft Lufthansa geben.
 


Verlag Dr. Otto Schmidt vom 11.02.2020 16:06
Quelle: www.sueddeutsche.de v. 31.1.2020

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