Mediationsverbände waren am Tag der Mediation 2019 aktiv

Am 18. Juni 2019, dem Tag der Mediation, haben nationale wie internationale Mediationsverbände die Öffentlichkeit über die Mediation informiert. In diesem Rahmen fand in der Handelskammer Bozen zum dritten Mal der Tag der Mediation statt.

Organisiert wurde diese Veranstaltung von der Handelskammer in Zusammenarbeit mit der Anwaltskammer Bozen und mit der Unterstützung des Vereins Medianda des Österreichischen Bundesverbands für Mediation (ÖBM). Bei der diesjährigen Ausgabe konnten sich die Interessierten kostenlos über die Organisationsmediation und über die Einsatzmöglichkeiten der Mediation in Unternehmen informieren.

In Deutschland führte etwa das Mediatoren-Netzwerk Heilbronn am Tag der Mediation auf der Bundesgartenschau eine öffentliche Sprechstunde zum Thema Konflikte am Arbeitsplatz durch. Die Regionalgruppe Berlin-Brandenburg des Bundesverbands Mediation veranstaltete eine Podiumsdiskussion zum Thema „Gesellschaftliche Veränderungen gestalten:

Energiewende, Mediation, Fridays for Future”, welche von Prof. Dr. Ulla Gläßer, Master-Studiengang Mediation und Konfliktmanagement der Europa-Universität Viadrina, moderiert wurde. Welche Veranstaltungen am und rund um den 18. Juni 2019 sonst noch stattfanden, kann im Internet unter www.tag-der-mediation.international/regionale-veranstaltungen/ nachgelesen werden.

Der Tag der Mediation war Im Juni 2013 in Wien von acht großen deutschsprachigen Mediationsverbänden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz initiiert worden. Die Mediationsverbände haben dort die „Wiener Erklärung" verabschiedet. Es wurde beschlossen, den 18. Juni zum „Tag der Mediation" zu erklären. Alle Mediationsorganisationen sind eingeladen, an diesem Tag Aktionen zur Förderung der Mediation durchzuführen. Ziel der Veranstaltungen ist es, die Öffentlichkeit über Mediation in Theorie und Praxis zu informieren. So soll die Mediation als Methode zur Konfliktregelung und Verbesserung der Streitkultur bekannter gemacht werden. Nina Schwarzkopf, Mediatorin und Vorstandsmitglied im Verein Mediation Liechtenstein, wünscht sich von Anwälten, Gerichten, Behörden und dem Ministerium für Justiz mehr Unterstützung bei der Implementierung der Mediation in die Gesellschaft. Ihre Forderung ist klar: «Mediation ist eine professionelle Dienstleistung, von der alle profitieren. Es wird auch in Liechtenstein Zeit, dieses Potenzial auszuschöpfen.»
 


Verlag Dr. Otto Schmidt vom 25.06.2019 10:36
Quelle: www.suedtirolnews.it + www.wirtschaftregional.li am 18.6.2019

zurück zur vorherigen Seite