Bundesregierung setzt im Fluglärmstreit mit der Schweiz auf Mediation

In den jahrelangen Streit über die An- und Abflüge am Zürcher Flughafen kommt Bewegung. Das Bundesverkehrsministerium greift nun einen Vorschlag der drei südbadischen Landräte auf und will nach dem Vorbild der Schlichtung beim Tiefbahnhof Stuttgart 21 den Weg zu einer Lösung ebnen.

Ein ehemaliger Bundeswehrgeneral soll es richten. Wolfgang Schneiderhan, 72, in Riedlingen an der Donau geboren und mit internationaler Erfahrung, soll einen Durchbruch im jahrzehntelangen Gerangel um die Flugverkehrsbelastung des Zürcher Flughafens bringen. Das teilte das Bundesverkehrsministerium mit, man habe den ehemaligen Generalinspekteur für eine Schlichtung gewinnen können.

"Wir sind erfreut und begrüßen, dass das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur den Vorschlag eines moderierten Prozesses nunmehr umsetzen will", erklärten die drei Landräte Frank Hämmerle (Konstanz), Sven Hinterseh (Schwarzwald-Baar) und Martin Kistler (Waldshut) in einer Mitteilung. "In den vergangenen Wochen standen wir mit General a.D. Wolfgang Schneiderhan mehrfach in Kontakt. Wir sind der festen Überzeugung, dass er den Prozess aufgrund seiner Persönlichkeit, seinen politischen und internationalen Erfahrungen erfolgreich moderieren wird."
 


Verlag Dr. Otto Schmidt vom 20.03.2019 09:09
Quelle: www.suedkurier.de

zurück zur vorherigen Seite