Knapp 11.000 Anfragen und Beschwerden bei der Wettbewerbszentrale eingegangen

Insgesamt 10.943 Anfragen und Beschwerden wegen unlauteren Wettbewerbs hat die Wettbewerbszentrale im Jahr 2018 erhalten, teilte die Organisation der Wirtschaft bei der Vorstellung ihres Jahresberichts 2018 mit.

2.799 förmliche Beanstandungen wegen unlauterer Geschäftspraktiken hat die Wettbewerbszentrale gegenüber werbenden Unternehmen aus verschiedensten Branchen ausgesprochen. Formlose Beanstandungen wegen kleinerer Rechtsverstöße gab es in 278 Fällen. Die weitaus meisten Fälle werden außergerichtlich durch Abgabe von Unterlassungserklärungen erledigt. Wettbewerbs-verletzungen finden im Grunde in jeder Branche statt. Von wachsender Bedeutung sind in der Praxis der Wettbewerbszentrale unter anderem Fälle gegen oder im Zusammenhang mit Internetportalen.

Im Rahmen der Vorstellung des Jahresrückblicks auf 2018 wurde bekannt, dass die Wettbewerbszentrale Verfahren gegen die Vermittlungsportale Check24 und Verivox eingeleitet hat. Zudem hat die Wettbewerbszentrale Klage gegen Google wegen irreführender Darstellung von algorithmenbasierten Hotelsternen erhoben. Eine weitere Klage hat die Wettbewerbszentrale eingereicht gegen eine große Wohnungsbaugesellschaft, um zu klären, ob sie bei der Vermietung von Wohnräumen mit Breitbandanschlüssen für TV und Internet an die Regeln des Telekommunikationsgesetzes gebunden ist und ihren Mietern die Möglichkeit der Kündigung des Anschlusses unabhängig von der Laufzeit des Mietvertrages gewähren muss.


Verlag Dr. Otto Schmidt vom 20.03.2019 08:57
Quelle: www.wettbewerbszentrale.de

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