PKV-Ombudsmann: Nur jede vierte Beschwerde wurde geschlichtet

Beim Ombudsmann für die private Kranken- und Pflegeversicherung (PKV) sind 2018 insgesamt 7.348 Anträge eingegangen – 9,5 Prozent mehr als 2017. 4.099 Schlichtungsanträge haben der PKV-Ombudsmann und sein Team 2018 abgeschlossen (2017: 4.125). Nur in 26,5 Prozent der zulässigen Beschwerden war eine Schlichtung möglich.

PKV-Ombudsmann Heinz Lanfermann wird laut der Ärztezeitung nicht müde, zu betonen, dass dieses Volumen angesichts der mehr als 43 Millionen PKV-Versicherungsverträge und bezogen auf die noch größere Zahl von Leistungsfällen verschwindend gering sei.

In der Vollversicherung gingen 1.504 Beschwerden von Versicherten über Beitragsanpassungen ein – das waren fünf Mal so viele Beschwerden zu diesem Thema wie im Vorjahr. Weiterhin von großer Bedeutung waren Streitigkeiten über die medizinische Notwendigkeit von Behandlungen mit einem Anteil von 15,5 Prozent am gesamten Beschwerdeaufkommen sowie über die Auslegung der GOÄ (13,0 Prozent).

Bei den Zusatzversicherungen spielte die Vertragsauslegung mit einem Anteil von 40,2 Prozent die entscheidende Rolle, gefolgt von der Anzeigepflichtverletzung (10,4 Prozent) und der Frage nach der medizinischen Notwendigkeit (9,3 Prozent). Insgesamt lehnte der Ombudsmann 885 Anträge ab, der Hauptgrund war die fehlende Zuständigkeit. Von den angenommenen Beschwerden entfielen 83,5 Prozent auf die Vollversicherung, 7,1 Prozent auf die Zusatzversicherung und 4,1 Prozent auf das Krankentagegeld. Die Pflegepflichtversicherung spielte mit 2,6 Prozent nur eine untergeordnete Rolle.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 12.02.2019 16:51
Quelle:  www.aerztezeitung.de, www.versicherungsmagazin.de

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