Mediations-Kongress 2006 in Köln

Erfolgreiche Mediation ist angewandte Interdisziplinarität!

Bereits zum elften Mal trafen am 15. September Mediatoren aus Australien, der Schweiz, Österreich und Deutschland zum Mediations-Kongress - veranstaltet von der Centrale für Mediation (CfM) - zusammen. Im Maternushaus zu Köln tauschten sich die über 100 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Herkunftsberufen, zu denen Rechtsanwälte, Richter, Psychologen, aber auch Unternehmensberater, Ingenieure und Soziologen zählten, an zwei Tagen über neue Methoden im Bereich der außergerichtlichen Konfliktlösung aus. Schließlich hieß das Motto des diesjährigen Kongresses „Mediation interdisziplinär“.

Die Mediation ist aus der gemeinsamen Schnittmenge verschiedener Wissensbereiche wie Psychologie, Ökonomie, Recht und Sprachwissenschaften entstanden. Diese bilden seit etwa 25 Jahren auch in Deutschland die Säulen für eine Problemlösung durch Konsens statt durch Richterspruch. Konfliktparteien greifen bei der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung, die ihre Bedürfnisse und Interessen berücksichtigen soll, gerne auf das Fachwissen von Spezialisten zurück. Dank ihrer Interdisziplinarität bietet die Mediations-Szene jedem Lösungswilligen auch den passenden Mediator. Der alljährliche Mediations-Kongress der CfM dient zum fachlichen Austausch zwischen Wissenschaftlern und Praktikern und bietet ihnen darüber hinaus die Chance, sich mit den Methoden und Ansätzen von Mediationsexperten anderer Fachrichtungen vertraut zu machen und davon zu profitieren. Diese Möglichkeit zur interdisziplinären Weiterbildung haben die Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder gerne angenommen.

Verpflichtung dem Bürger gegenüber
Die Kongress-Teilnehmer hatten zudem Gelegenheit, in Workshops und Foren über den aktuellen Stand der Mediation in Deutschland zu diskutieren. Dabei wurden vielfach Forderungen nach einem Dachverband für die Mediations-Szene laut. Ein solcher sei für eine geordnete Weiterentwicklung unerlässlich. Und zum Fortschritt sei man schließlich dem Bürger gegenüber verpflichtet.

Verleihung des Mediations-Wissensschafts-Preises 2006
Der Veranstalter des Mediations-Kongresses 2006, die Centrale für Mediation, ist das bundesweit größte fachübergreifende Servicezentrum für professionelles Konfliktmanagement. Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des mit 2.500 Euro dotierten Mediations-Wissenschafts-Preises. Dieser wurde 2000 ins Leben gerufen und seitdem jährlich ausgelobt. Er soll vor allem junge Wissenschaftler dazu ermuntern, die Mediation und ihre Grundlagen zu erforschen. In diesem Jahr wurde Oliver Märker für seine Dissertation „Online-Mediation als Instrument für eine nachhaltige Stadt- und Regionalplanung“ ausgezeichnet. Den Preisträger ermittelte eine unabhängige Jury, der Professoren aus Deutschland, der Schweiz und Australien angehören. Initiator und Förderer des Preises ist die „Stiftung Apfelbaum - Lernprojekt für Ko-Evolution und Integration“.


Köln, im September 2006

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Bitte Beleg an: Centrale für Mediation,
Gustav-Heinemann-Ufer 58, 50968 Köln


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