Newsletter für Mediatoren, Ausgabe 21/18, 50.000 Dieselkläger gegen VW erwartet
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Alle zwei Wochen - Aktuelles rund um das Thema Mediation und Konfliktmanagement 05.12.2018

[Formelle-Anrede/],

schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Musterfeststellungsklagen der Verbraucherverbände gegen VW und weitere Autohersteller zum Bürokratiemonster verkommen wird. Allein der Musterfeststellungsklage gegen VW werden sich seriösen Schätzungen zufolge rund 50.000 Kläger anschließen.

Deren Erwartungen wird die neue Musterfeststellungsklage allerdings kaum erfüllen. Das Verfahren dürfte unter Ausschöpfen des Rechtswegs rund fünf Jahre dauern. Dann steht erst mal nur ein Feststellungsurteil, das vielleicht zugunsten der Kläger ausgeht. Jeder Kläger muss aber noch eine Leistungsklage auf eigene Kosten nachschieben, um irgendwann wie hoch auch immer abgefunden zu werden.

Das ist im Grunde genommen nichts weiter als ein staatliches Hilfsprogramm für die Automobilindustrie, unliebsame Kläger auf das Abstellgleis zu schieben. Eine effektive und moderne Streitbeilegung sieht anders aus. Es verwundert daher nicht, dass sich viele Autobesitzer gleich an einen Prozessfinanzierer wenden, der die Automobilhersteller auf eine bestimmte pekunäre Leistung verklagt, sich im Erfolgsfall mit rund einem Drittel beteiligen lässt und dafür das vollständige Prozessrisiko übernimmt.

Außerdem in diesem Newsletter: Wunsch und Wirklichkeit - das Verbraucherstreitbeilegungsgesetz wird 3 Jahre alt. Matthias Roder, Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherfragen, liefert in seinem aktuellen Experten-Blogbeitrag eine erste Bilanz.

Ich wünsche eine erkenntnisreiche Lektüre

Dr. Karen Engler
(Leitung Centrale für Mediation)

 
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MELDUNGEN
50.000 Dieselkläger gegen VW erwartet
Schwere Vorwürfe gegen Whistleblower-Ombudsmann bei VW
Streit um Künstlerhof führt zur Mediation
16 neue Güterichterinnen und Güterichter für Mecklenburg-Vorpommern


 
BLOG
Wunsch und Wirklichkeit - das VSBG wird bald 3 Jahre alt (Matthias Roder)


 
AUS DER ZKM
Mediation und Leitungsverantwortung bei Teamkonflikten (ZKM 2018, 184)


 
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News
50.000 Dieselkläger gegen VW erwartet

Es ist angerichtet: Das Bundesamt für Justiz (BfJ) hat eine Musterfeststellungsklage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen gegen die VW AG im Klageregister auf seiner Internetseite öffentlich bekannt gemacht.



News
Schwere Vorwürfe gegen Whistleblower-Ombudsmann bei VW

Wie die WirtschaftsWoche exklusiv berichtet, soll ein hochrangiger VW-Manager dem Ombudsmann schon 2011, also vier Jahre bevor die Diesel-Manipulation öffentlich wurde, gesteckt haben, dass bei VW die Abgaswerte manipuliert würden.



News
Streit um Künstlerhof führt zur Mediation

Im Streit zwischen den Käufern und den teils prominenten Mietern des Künstlerhofs an der Bernstorffstraße 117 hat das Bezirksamt Altona eine Mediation vorgeschlagen. Die Berliner Investoren Christoph Reschke und Alexander Möll hatten das Areal 2017 erworben.



News
16 neue Güterichterinnen und Güterichter für Mecklenburg-Vorpommern

Justizministerin Katy Hoffmeister wirbt um eine höhere Zustimmungsquote bei Güterichterverfahren und stockt die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern tätigen Güterichter weiter auf.



BLOG

Wunsch und Wirklichkeit - das VSBG wird bald 3 Jahre alt (Matthias Roder)
Nicht mehr lange und das Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG) wird drei Jahre alt. Zu seinem dritten Geburtstag am 19. Februar 2019 dürfte dann auch der Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) zur Änderung des VSBG vorliegen, der an sich schon für Herbst 2018 angekündigt worden war.

AUS DER ZKM

Mediation und Leitungsverantwortung bei Teamkonflikten (ZKM 2018, 184)

Widerstände gegen eine Mediation - ein Praxisfall
von Bettina Janssen

Bei innerbetrieblichen Teamkonflikten wird ein externer Mediator regelmäßig erst dann beauftragt, wenn der Konflikt schon länger andauert und eskaliert ist. Nach verschiedenen internen Versuchen den Konflikt einer Lösung zuzuführen, zeigen die Beteiligten häufig nur wenig Vertrauen in das Gelingen weiterer Konfliktlösungsgespräche. Sie sehen keinen Mehrwert darin, ihre ganze Konfliktgeschichte erneut - nun vor einer externen Person - ausbreiten und bearbeiten zu müssen. Schon bei der ersten Begegnung mit dem Mediator ist Widerstand im Team spürbar, der je nach Stärke den weiteren Verlauf stören, zum Stocken und unter Umständen ganz zum Abbruch führen kann. Der nachstehende Praxisfall soll veranschaulichen, dass die Konfliktbearbeitung durch den externen Mediator nur dann zu tragfähigen Ergebnissen führen wird, wenn die Leitungsspitze (Mit-)Verantwortung übernimmt.


 
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50968 Köln
Geschäftsführender Gesellschafter:
Prof. Dr. Felix Hey
verlag@otto-schmidt.de
Amtsgericht Köln, HRA 5237
USt.-Ident-Nr.: DE 123047975


Verantwortlich für den Inhalt:

RAin Dr. Karen Engler
Leitung Centrale für Mediation
Verlag Dr. Otto Schmidt KG
cfm@mediate.de
Tel.: 0221-93738- 821



Redaktion: RA Marcus Creutz, Murnau




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