Mediationserfolg: Lübecker Possehl-Brücke wird 2019 fertig

Am 15. November 2019 soll der Neubau der Possehl-Brücke stehen. Das ist das Ergebnis einer Mediation zwischen der Stadt Lübeck und der beauftragten Wayss & Freytag Ingenieurbau AG. Die Kosten betragen 15 Millionen Euro. Das sind zwar sechs Millionen mehr als geplant. Aber: Damit ist der Streit zwischen der Stadt und der Baufirma beendet.

Rückblick: Die Possehlbrücke von 1956 ist marode und bröselt. Ein Neubau muss her. Baustart ist im März 2015. Fertig soll alles am 31. Januar 2017 sein. Doch die Baustelle entwickelt sich zum Desaster. Stadt und Baufirma zerstreiten sich heillos. Die Kosten der Brücke steigen unaufhaltsam. Zuletzt will die Baufirma 13 Millionen Euro haben. Einen Fertigstellungstermin gibt es nicht. Die Brücke droht auf Jahre zur Dauerbaustelle zu werden. Derweil stehen die Lübecker seit mehr als drei Jahren im Stau.

Bisher ist nur eine Hälfte der alten Possehlbrücke abgerissen. Und der Neubau dauert. Erst kürzlich ist die erste Hälfte der neuen Brücke fertig geworden – nach drei Jahren. Durch die Einigung auf 15 Millionen Euro soll jetzt alles doppelt so schnell gehen. Aktuell wird der zweite alte Brückenteil weggerissen. Der Neubau soll dann im November 2019 stehen – nach anderthalb Jahren.

Die Mediationsvereinbarung sieht vor, dass die Baufirma eine halbe Million Euro extra erhält, wenn der Neubau der Brücke vor dem 15.11.2019 steht. Dagegen muss die Baufirma eine Million Euro Strafe zahlen, wenn die Brücke nicht bis zum vereinbarten Termin fertig wird.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 21.08.2018 14:05
Quelle: www.ln-online.de

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