Mediation gescheitert: Verbandsstreit der Stehpaddler geht in die nächste Runde

Der Internationale Surf-Verband und der Internationale Kanu-Verband streiten sich um die Zuständigkeit für die Boom-Sportart Stand Up Paddling. Jetzt muss der Internationale Sportgerichtshof CAS entscheiden, ob Stand Up Paddling mehr mit Surfen oder mit Kanufahren zu tun hat. Zuvor war eine Mediation vor dem CAS gescheitert. Wegen des Verbändestreits musste sogar die WM der Stand Up Paddler in Portugal abgesagt werden.

Der Internationale Kanuverband hatte eine Aufteilung der Zuständigkeiten vorgeschlagen. Für die Wettbewerbe auf dem Meer seien die Surfer zuständig, auf den Binnengewässern die Kanuten. Im Kern geht der Streit darum, welcher Verband sich für große Multi-Sport-Events bewerben darf. Der Grund: Im internationalen Sportrecht kann eine Sportart nur von einem Verband vertreten werden. National betrachtet können beide Verbände nach wie vor eigene Veranstaltungen und Events ausrichten. In vielen Ländern ist schon geklärt, welcher Verband für Standup-Paddeln zuständig ist, obwohl das Internationale Olympische Komitee die nationalen Einheiten gebeten hatte, mit einer Entscheidung bis zum CAS-Urteil zu warten.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 21.08.2018 14:02
Quelle: www.deutschlandfunk.de

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