Erfolgsquote von Beschwerden beim Versicherungsombudsmann ist rückläufig

Der Ombudsmann für Versicherungen, Prof. Dr. Günter Hirsch, ehemaliger Präsident des Bundesgerichtshofs, hat jüngst in Berlin seinen neuen Jahresbericht vorgelegt. 2017 sind danach 14.910 zulässige Beschwerden bei der Schlichtungsstelle eingegangen. Gegenüber dem Jahr 2016 bedeute dies eine Steigerung um 1,7 Prozent auf die bisher höchste Zahl seit Aufnahme der Schlichtungstätigkeit im Jahr 2001. Allerdings "ging die Erfolgsquote von knapp 47 auf 43 Prozent zurück", sagte Hirsch der Stuttgarter Zeitung.

Bei der Betrachtung der Versicherungssparten fällt der erneute Zuwachs von 5,5 Prozent zulässiger Beschwerden in der Rechtsschutzversicherung, nach bereits 36,4 und 32,3 Prozent in den Vorjahren, auf. Damit übersteigen diese Beschwerden zum zweiten Mal die Eingänge in der Lebensversicherung. Die Kraftfahrzeugversicherung verzeichnete mit 6,2 Prozent eine deutliche Zunahme der zulässigen Eingänge.

Im Berichtsjahr wurden in der Schlichtungsstelle 15.599 (Vorjahr: 14.288) zulässige Beschwerden abschließend bearbeitet. Zusammen mit den unzulässigen und von den Beschwerdeführern nicht weiterverfolgten Vorgängen wurden 20.429 Verfahren beendet. Die durchschnittliche Verfahrensdauer der zulässigen Beschwerden konnte bei 2,8 (Vorjahr: 2,8) Monaten gehalten werden.

Linkhinweise:

vwww.versicherungswirtschaft-heute.de + www.versicherungsombudsmann.de

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 05.06.2018 13:02
Quelle: www.versicherungswirtschaft-heute.de + www.versicherungsombudsmann.de

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