Mediation nach Geschäftsführer-Kündigung bei Stadtwerken Itzehoe

Mitte vergangenen Jahres hatten die Stadtwerke im schleswig-holsteinischen Itzehoe ihren langjährigen Geschäftsführer Manfred Tenfelde fristlos entlassen. Der heute 62-Jährige soll versäumt haben, Fördergelder für den Umbau im Schwimmzentrum zu beantragen. Dadurch soll dem Kommunalversorger ein Schaden von knapp 250.000 Euro entstanden sein. Tenfelde weist diesen Vorwurf zurück und hat mittlerweile gegen seine Entlassung geklagt.

Sein Ziel: Er will feststellen lassen, dass das Arbeitsverhältnis weiter besteht und die Abberufung unwirksam war. Außerdem geht es um Schadensersatz. Das schreibt die „Norddeutsche Rundschau". Kürzlich trafen sich Itzehoes Bürgermeister Andreas Koeppen und der ehemalige Stadtwerke-Chef vor dem Landgericht.

In der Angelegenheit sei schon sehr viel Papier ausgetauscht worden, sagte Klaus Emmermann, Vorsitzender der Kammer für Handelssachen. Er prognostizierte gleichzeitig, dass Tenfelde selbst bei erfolgreicher Klage wegen des Zerwürfnisses beider Seiten nicht in seinen Job zurückkehren werde. Es sei aber „auch kein Selbstgänger, dass die Kündigung vor Gericht Bestand habe, versicherte Emmermann. Er empfahl den beiden Parteien deshalb eine Mediation, sonst drohten lange Verfahren. "Die Verhältnisse zwischen den Beteiligten sind komplex und bergen Streitstoff für Jahre", so der Vorsitzende. Nun soll über eine Mediation eine Einigung erzielt werden, die beide Seiten befürworteten.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 02.05.2018 12:36
Quelle: www.shz.de

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