Mediation zu Flüchtlingswohnheimen in Münster erfolgreich verlaufen

In der Spitze lebten in Münster Anfang 2016 bis zu 4.200 Personen in Flüchtlingsunterkünften. Aktuell sind es noch etwa 2.100 Menschen. Seit Jahresbeginn wurden der Stadt rund 220 Flüchtlinge neu zugewiesen. Dauerhaft, so lauten die Prognosen, benötigt Münster Unterkünfte für knapp 1.800 Flüchtlinge.

Um die Integration zu ermöglichen, sollen diese nicht in wenigen großen Flüchtlingswohnheimen untergebracht werden, sondern viele kleine Unterkünfte. Diesem Ziel, über die gesamte Stadt verteilt dauerhaft kleine Übergangseinrichtungen für dauerhaft prognostizierte insgesamt knapp 1.800 Flüchtlinge vorzuhalten, ist die Verwaltung einen großen Schritt nähergekommen.

Als Ergebnis eines Mediationsverfahrens sollen 524 dauerhafte Plätze in neuen und bestehenden Einrichtungen entstehen. Zugleich werden weitere temporäre Unterkünfte für geflüchtete Menschen aufgegeben. Das Ergebnis der Mediation ist eine Empfehlung an die politischen Gremien. Die Verwaltung hat daraus eine Vorlage formuliert, die ab dem 18. April beraten und am 16. Mai im Rat beschlossen werden kann.

"Die Mediation hat den Münster-Konsens in den wesentlichen Fragen der kommunalen Flüchtlingspolitik eindrücklich bestätigt", berichtete Stadträtin Cornelia Wilkens nach einer abschließenden zweitägigen Klausurtagung. Mitgewirkt haben dort Vertretungen der Ratsfraktionen und Bezirksvertretungen, vom Integrationsrat, der Wohlfahrtspflege, der GGUA, von Kirchen, Polizei und Stadtverwaltung.
 

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 16.04.2018 14:43
Quelle: www.focus.de

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