Roland-Rechtsreport 2018: Bekanntheit der Mediation wächst weiter

Mit dem Roland- Rechtsreport wird regelmäßig die öffentliche Meinung zum deutschen Rechtssystem und zu ausgewählten rechtspolitischen Schwerpunktthemen ermittelt. Das Institut für Demoskopie in Allensbach führt dazu im Auftrag der Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG seit 2010 eine bevölkerungsrepräsentative Befragung durch.

Besonders erfreulich: Die Möglichkeit der Mediation ist weiten Teilen der Bevölkerung (73 Prozent) inzwischen bekannt. Gegenüber 2017 ist das eine Steigerung um 4 Prozentpunkte.

Obwohl gerade Menschen mit höherer (87 Prozent) und mittlerer (72 Prozent) Schulbildung das Mediationsverfahren kennen, hat die Bekanntheit bei Menschen mit einfacher Schulbildung am stärksten zugenommen. Sie steigerte sich im Vergleich zur ersten Erhebung im Jahr 2010 um 18 Prozentpunkte auf derzeit 60 Prozent.

"Anders als vor zehn Jahren stellt sich die Frage nicht mehr, wie sich die Mediation zu unserem Rechtssystem verhält: Sie ist jetzt dessen fester Bestandteil", erläutert Professor Reinhard Greger, Mitglied des Rechtspolitischen Beirats von Roland Rechtsschutz und ehemaliger Richter am Bundesgerichtshof.

Fast die Hälfte (49 Prozent) der Bevölkerung denkt, dass sich durch die Mediation viele Streitigkeiten beilegen lassen. Lediglich 37 Prozent sehen dies skeptisch. Personen, denen das Mediationsverfahren vorab bekannt war, schätzen es erfolgversprechender ein als Personen, die erst im Rahmen der Befragung davon erfahren haben.

Die Studie stützt sich auf insgesamt 1.443 Interviews des Instituts für Demoskopie Allensbach mit einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ab 16 Jahren. Die Interviews wurden zwischen dem 1. und 14. Dezember 2017 persönlich in einem mündlichen Gespräch erstellt.

www.roland-rechtsschutz.de (pdf-Dokument)

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 03.04.2018 10:05
Quelle: ROLAND Rechtsschutz Versicherungs-AG

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