Brückendesaster in Lübeck: Mediation vor Schiedsgericht

Auf die Possehlbrücke und die beteiligte Baufirma ist derzeit kein Lübecker Bürger gut zu sprechen. Weil die Brücke einfach nicht fertig wird, stehen die Autofahrer im Stau. Eine Mediation soll es jetzt richten.

Vor knapp drei Jahren, am 27. April 2015, hatte die Stadt Lübeck einen Bauvertrag mit einer Hamburger Baufirma geschlossen.  Dessen Inhalt: der Neubau der Possehlbrücke für knapp neun Millionen Euro mit einem Fertigstellungstermin am 31. Januar 2017. Doch daraus wird nichts mehr. Die Parteien streiten um Honorare, das Wie der Bauausführung und eine Behelfsbrücke, die die Baufirma zwar anbietet, aber zu Kosten, die die Stadt nicht zahlen will. Deshalb stand die Baustelle sogar still.
Eine Mediation soll es jetzt richten – darauf haben sich die Stadt Lübeck und die Hamburger Baufirma Ende Januar 2018 geeinigt. Mediator ist der vorsitzende Richter des Kieler Landgerichts. Zunächst sollen beide Parteien ihre Sicht der Dinge schriftlich darlegen. Mitte Juni ist dann eine Mediationsrunde geplant. Bis dahin muss die Baufirma arbeiten und darf die Baustelle nicht wieder dichtmachen. Scheitert die Mediation, wird der Streit laut Bauvertrag im Rahmen eines Schiedsverfahrens entschieden.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 26.02.2018 17:32
Quelle: www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Possehlbruecke-Streit-von-Anfang-an

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