Neue DIS-Schiedsgerichtsordnung spart Zeit, Geld und Nerven

20 Jahre lang hat die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS) ihre Schiedsgerichtsordnung ohne größere Inspektion laufen lassen – am 1. März 2018 tritt die neue DIS-Schiedsordnung in Kraft.

Eine Vorschau findet sich hier. Falls die Parteien nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart haben, wird diejenige Schiedsordnung angewendet, die bei Beginn des Schiedsverfahrens gilt. 
Und ab dem 1.3.2018 können die Parteien davon ausgehen, dass sich die Laufzeiten der Schiedsverfahren deutlich reduzieren. Das betrifft zum einen die Fristen für die Benennung des zweiten von den Parteien ausgewählten und des vorsitzenden Schiedsrichters -diese werden von jeweils 30 auf 21 Tage verkürzt. Die neue Version beseitigt außerdem einen weiteren Zeitkiller bei Schiedsverfahren:  Bisher wurde die Frist zur Klageerwiderung für den Beklagten erst gesetzt, nachdem das Schiedsgericht vollständig konstituiert war. Da verstrichen dann oft vier bis sechs Monate ins Land, ohne dass sich in der Sache etwas tat. Jetzt muss der Beklagte mit Zustellung der Schiedsklage in der Regel innerhalb einer Frist von 45 Tagen erwidern.
Darüber hinaus entlastet die neue Schiedsordnung das Schiedsgericht, indem bestimmte administrative Aufgaben jetzt auf die DIS selbst verlagert werden.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 26.02.2018 17:13
Quelle: www.disarb.org und www.cmshs-bloggt.de/dispute-resolution/neue-dis-scho-2018-schiedsgerichtsordnung-tritt-in-kraft/

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