Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft legt Tätigkeitsbericht für 2017 vor

47 Prozent mehr Schlichtungsvorschläge konnte die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft 2017 gegenüber dem Vorjahr unterbreiten. Das geht aus dem neuen Tätigkeitsbericht hervor.

Und die Erfolgsquote der Schlichtungsstelle kann sich sehen lassen: 66 Prozent der der Schlichtungsvorschläge wurden von den Streitparteien angenommen. 2016 waren es noch 61 Prozent. Im Jahr 2017 erreichten insgesamt 1.173 Anträge die Schlichtungsstelle. Bei den im Jahr 2017 erledigten Verfahren waren ca. 57 Prozent Gebührenstreitigkeiten und ca. 43 Prozent Schadensersatzforderungen bzw. Streitigkeiten, die sowohl die Höhe der Gebühren als auch Schadensersatzforderungen betrafen. Der durchschnittliche Zeitraum zwischen Eingang der vollständigen Beschwerdeakte und Übermittlung des Schlichtungsvorschlages betrug 74 Tage. Damit unterschreitet die Schlichtungsstelle die gesetzlich vorgegebene Frist von 90 Tage.

Die Schlichtungsstelle kann bei vermögensrechtlichen Streitigkeiten aus einem bestehenden oder beendeten Mandatsverhältnis angerufen werden, wenn der beauftragte Rechtsanwalt im Zeitpunkt des Eingangs des Schlichtungsantrages einer Rechtsanwaltskammer angehören. Die Durchführung des Schlichtungsverfahrens kann abgelehnt werden, wenn ein Anspruch von mehr als 50.000 Euro geltend gemacht wird.

Die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft ist eine Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des VSBG. Seit dem 1. Januar 2011, also seit sieben Jahren, schlichtet sie vermögensrechtliche Streitigkeiten zwischen Rechtsanwälten und ihren Mandanten.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 05.02.2018 11:33
Quelle: http://www.schlichtungsstelle-der-rechtsanwaltschaft.de v. 31.1.2018

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