Bahnstreit landet beim Mediationszentrum der IHK München

Die Deutsche Bah fordert rund 100 Mio. Euro Schadensersatz von der Stadt Starnberg, weil die sich in einem Vertrag von 1987 zur Gleisverlegung verpflichtet hatte.

Beim Mediationszentrum der IHK München und Oberbayern ist ein großvolumiger Rechtsstreit gelandet. 1987 hatte sich die Stadt Starnberg gegenüber der Deutschen Bahn verpflichtet, die Gleislinie oberirdisch zu verlegen. Im Gegenzug sollte Starnberg freiwerdende Grundstücke erhalten. Weil die Verlegung rund 110 Mio. Euro Kosten verursachen würde, will die klamme Gemeinde von der Gleisverlegung nichts mehr wissen.

Die Deutsche Bahn ihrerseits will auf die Forderung nicht so ohne weiteres verzichten. Damit ihr Anspruch nicht verjährt, haben sich die Anwälte beider Seiten auf Initiative der Deutschen Bahn zu dem Mediationsverfahren verständigt, das die Verjährung erst einmal hemmt. Die Mediationszeit soll genutzt werden, um strukturierte Verhandlungen zu ermöglichen.

Quelle: www.merkur.de

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 08.01.2018 17:15

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