Mediation aus Sicht von Mediand(inn)en (Susanne Freund/Heidi Ittner/Elisabeth Kals ZKM 4, 124 ff.)

Eine empirische Untersuchung zur Nutzung von Mediation

Diese Studie untersucht Einstellungen, Emotionen und Engagementbereitschaften von Mediand(inn)en in Bezug auf das Mediationsverfahren. Dabei offenbart sich eine positive, jedoch sehr differenzierte Sichtweise, während Personen ohne Mediationserfahrung unvoreingenommen positiv urteilen. Vielfältige Emotionen, die Mediand(inn)en in Bezug auf die Mediation erleben, bieten einen Erklärungsansatz dafür.

A. Mediation in Deutschland

Mediation als außergerichtliches Verfahren zur Beilegung von Konflikten erfährt auch in Deutschland immer mehr Bedeutung. Inzwischen liegt die Bekanntheit des Verfahrens auf einem hohen Niveau: 69 Prozent der Menschen in Deutschland haben bereits von der Mediation gehört.  

Damit wächst auch der Personenkreis, der bereits Erfahrung mit der Mediation hat. Dennoch ist über ihn bisher wenig bekannt: Welche Einstellungen haben Personen, die an Mediationsverfahren teilnahmen, bezüglich dieser Art der Konfliktlösung? Welche Emotionen gehen damit einher? Inwiefern unterscheidet sich die Sicht der Mediand(inn)en von Personen, die noch keine Erfahrung mit dem Verfahren haben? Welche Schlüsse lassen sich daraus bezüglich der Anwendung und Verbreitung der Mediation ziehen?

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 18.09.2017 17:04

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