Bezeichnung als „Zertifizierter Mediator“ ab sofort zulässig!

Seit wenigen Tagen dürfen Mediatoren unter bestimmten Voraussetzungen die Bezeichnung „Zertifizierter Mediator“ führen. Möglich mach dies das Inkrafttreten der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) am 1. September.

Danach dürfen sich Mediatoren unter bestimmten Voraussetzungen als „zertifizierter Mediatoren“ bezeichnen. Zu den Voraussetzungen gehören eine abgeschlossene Mediatorenausbildung mit 120 Präsenzstunden, Praxisfälle, die anschließend in vier Einzelsupervisionen innerhalb der ersten zwei Jahre reflektiert wurden sowie eine regelmäßige fachspezifische Fortbildung in einem Umfang von 40 Zeitstunden innerhalb von vier Jahren.

Mediatoren, die zwischen dem 27.7.2012 und dem 31.8.2017 eine Mediatorenausbildung entsprechend den Vorgaben der ZMediatAusbV absolviert haben, dürfen sich als „zertifizierter Mediator“ bezeichnen, wenn sie bis zum 1.10.2018 eine Einzelsupervision durchgeführt haben. Wer eine Mediatorenausbildung vor diesem Zeitraum oder im Ausland absolviert hat, darf sich „zertifizierter Mediator“ nennen, wenn die Ausbildung 90 Zeitstunden umfasst hat und nach der Ausbildung mindestens 4 Mediationen als Mediator oder Co-Mediator durchgeführt wurden.

Die Einzelheiten zu den Voraussetzungen der ZMediatAusbV der finden Sie hier.

Ob die Voraussetzungen zum Führen der Bezeichnung „zertifizierter Mediator“ erfüllt sind, prüft bislang keine offizielle Instanz, sondern jeder Mediator für sich selbst. Sollte die Bezeichnung geführt werden, obwohl die Voraussetzungen der ZMediatAusbV nicht erfüllt sind, drohen kostenintensive Abmahnungen und Unterlassungsklagen von Wettbewerbern.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 05.09.2017 16:00
Quelle: Redaktion Centrale für Mediation

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