Jahresbericht 2016 des österreichischen Internet Ombudsmanns

Im Jahr 2016 gingen beim österreichischen Internet Ombudsmann über 3.700 Schlichtungsanträge ein. Abo-Fallen, Vertragsstreitigkeiten und Lieferprobleme waren dabei die häufigsten Beschwerdegründe. Zusätzlich wurden mehr als 2.300 Anfragen rund um das Thema Einkaufen im Internet bearbeitet.

Mit insgesamt 32 % waren Abo-Fallen im Jahr 2016 der häufigste Beschwerdegrund (nach Platz zwei im Jahr davor). Dies betraf insbesondere Rechnungen und Mahnungen nach der Registrierung bei vermeintlich kostenlosen Online-Diensten. Auf Platz zwei der Beschwerdegründe finden sich Vertragsstreitigkeiten mit 23 %. Streitpunkte waren hier in der Regel, ob überhaupt ein Vertrag zustande gekommen ist und die Höhe des Kaufpreises. Auf Platz drei folgen Lieferprobleme mit nicht erfolgter oder verspäteter Leistung (9,4 %). Platz vier betrafen Probleme mit der Vertragslaufzeit (8,7 %) und Platz fünf Schwierigkeiten mit dem Rücktrittsrecht (6,7 %).

Insgesamt fällt auf, dass der Anteil an Beschwerden über Online-Dienstleistungen (65 %) im Gegensatz zu Warenbestellungen ansteigt. Die Vertragsverhältnisse bei Dienstleistungen gestalten sich dabei oft komplexer als beim klassischen Warenkauf. Betroffen sind vor allem Dienstleistungen wie Erotik-Abos, Partnerbörsen, E-Mail-Services oder Reisebuchungen.

Rund zwei Drittel der insgesamt 3.744 Streitschlichtungsanträge, die 2016 beim Internet Ombudsmann gemeldet wurden, wurden erfolgreich bearbeitet und zugunsten des Beschwerdeführers abgeschlossen. Insgesamt beträgt die Schadenshöhe der bearbeiteten Fälle im Jahr 2016 rund 1.351.857 Euro.

Weitere Infos dazu unter www.ombudsmann.at/astg.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 11.07.2017 09:06
Quelle: www.ombudsmann.at

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