Rückblick auf den 4. Internationalen Tag der Mediation

Initiiert durch die „Wiener Erklärung“ der deutschsprachigen Mediationsverbände fand am 18. Juni zum vierten Mal der „Internationale Tag der Mediation“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Ein buntes und vielfältiges Angebot sorgte dafür, Mediation in der breiten Öffentlichkeit noch stärker als nachhaltige Methode zur Konfliktlösung bekannt zu machen.

In Deutschland bot die Regionalgruppe Berlin-Brandenburg im Bundesverband Mediation e.V. eine große Veranstaltung im Rathaus Schöneberg in Berlin unter dem Motto „Wandel! Krise? Chance! Einfach mal reden ...“. In 23 Veranstaltungen konnten sich Bürger informieren, in welch unterschiedlichen Lebensbereichen Mediation zur Konfliktlösung beitragen kann. „PeerMediation hinter Gittern“, „Kinder in der Mediation“, „Integrative Mediation: die Schnittstelle von Friedensbildung und Mediation“ oder „Konfliktlösung in China“ sind nur einige der Themen, die in Vorträgen und Workshops erläutert wurden. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ konnten sich Bürger über die Suche nach dem geeigneten Mediator, Mediationsmethoden und Einsatzgebieten beraten lassen. In einer Podiumsdiskussion zum 25. Geburtstag des Bundesverbands Mediation e.V. diskutieren Experten über die gesellschaftliche Wirkung von Mediation.

In Köln stellte die Regionalgruppe Rheinland im Bundesverband Mediation e.V. im Kulturforum der VHS im Museum am Neumarkt anlässlich des 4. Internationalen Tags der Mediation unter dem Slogan „Ordentlich streiten ist kein Hexenwerk“ ihre Arbeitsweise anhand von Beispielen aus den Bereichen Familienmediation, Konflikte in der Arbeitswelt und Mediation in der Schule vor.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Jugendkirche Braunschweig und der Regionalgruppe Mediation Braunschweig im Bundesverband Mediation e.V. beschäftigten sich zum 4. Internationalen Tag der Mediation dem Thema Diversity – Vielfalt von Menschen.

Die Regionalgruppe Bodensee- Oberschwaben des Bundesverbandes Mediation e.V. veranstaltet auf der Insel Mainau am 4. Internationalen Tag eine große Infoaktion rund um das Thema Mediation unter der Mitwirkung von 15 Mediatoren und einer mobilen Puppenspielerbühne.

Der 2. Aachener Mediationstag stand unter dem Motto „Ein Konflikt? Wie packend!“ und wurde von der Regionalgruppe Mediation Aachen & Euregio im Bundesverband Mediation e.V. in Zusammenarbeit mit der VHS Aachen veranstaltet. Vom Mitmach-Vortrag „Faust oder Taube: Konfliktlösungskompetenz in der Gesellschaft“ bis zum Workshop „Metaphorische Arbeit in der Mediation – ein komprimierter Überblick zur Methode und eine erste Übung“ stand ein breites Spektrum an Informationen zur Mediation bereit.

In Hamburg gelang der MediationsZentraleHamburg e.V. beim 5. Hamburger Mediationstag unter dem Motto „Bridge over Troubled Water“ ein spannender Fach-, Fortbildungs- und Vernetzungstag zu Fragen wie „Was können wir aus der Evolution für die Konfliktbewältigung lernen?“ oder „Kann Mediation bei Wertekonflikten Brücken bauen bzw. ist gerade die Frage nach den inneren Werten brückenbauend?“.

Auch in Nürnberg ging es am 4. Tag der Mediation um das Thema Brücken bauen. Der Internationale Tag der Mediation wurde hier veranstaltet von den Regionalgruppen der Bundesverbände BMEV, BMWA und BAFM. Im Fokus der zahlreichen Workshops standen Themen wie etwa „Wie Sensibilität in der Sprache bei der Konfliktvermeidung hilft - ein Einblick in die journalistische Praxis“ oder „Der Streitberg-Prozess als Instrument proaktiven Konfliktmanagements in Teams“.

Die Arbeitsgemeinschaft für Mediation im Rurgebiet e.V. informierte auf dem Essen- Rüttenscheider Marktplatz Passanten an Infoständen zum Thema Mediation. Ebenfalls in Essen wurde am Tag der Mediation 2017 das Projekt „Integrative Garten-Oase“ eingeweiht – ein Mediationsgarten am Haus der Mediation.

Die Zeitung taz räumte dem 4. Internationalen Tag der Mediation in ihrer Wochenendausgabe vom 17./18.7.2017 einige Sonderseiten mit interessanten Beiträgen rund um das Thema Mediation ein. Auch die Schweizer Berner Zeitung widmete dem 4. Internationalen Tag der Mediation eine Sonderbeilage.

In der Schweiz gab es nicht nur am 4. Internationalen Tag der Mediation, sondern im ganzen Monat Juni ein vielfältiges Programm in verschiedenen Städten, um das Thema Mediation in der Öffentlichkeit publik zu machen: Theater, Ballone für Kinder, Büchertische, Podiumsdiskussionen, Tage der offenen Tür. Mehrsprachige Mediatoren standen Rede und Antwort - Konfliktbearbeitung zum Kennenlernen, Erleben und mit-nach-Hause-nehmen.

Auch bei unseren Nachbarn in Österreich fanden am 4. Internationalen Tag der Mediation vielen Veranstaltungen rund um das Thema Mediation in unterschiedlichen Städten statt. Unter anderem gab es in Wien eine Podiumsdiskussionen zum Thema „Mediation als moderne Konfliktlösungsmethode in der Arbeitswelt“. Daneben boten Experten für Online-Mediation der Expertsgroup Wirtschaftsmediation anlässlich des 4. Internationalen Tages der Mediation eine Woche lang kostenlose Info- und Erstgespräche via Skype an. In Graz fand eine Ausstellung "Mediation löst Konflikte" am Kirchplatz im Augustinum statt, die in anschaulichen Bildern zeigte, wie Konflikte wirken und Mediation funktioniert. In Kärtner fand anlässlich des 4. Internationalen Tags der Mediation zum zweiten Mal die Veranstaltung „Mediation bewegt – ein Spaziergang durch Wolfsberg“ statt, bei dem an unterschiedlichen Stationen die unterschiedlichen Einsatzgebiete von Mediation erklärt wurden. Am Brenner veranstaltete die ICUMEDA.ORG (Intercultural Mediation Ausserhuber Mediationsforschungsbasis) das Brenner Mediationsgespräch 2017 – eine Vorstellung neuer mediativer Ansätze durch Kunst und dem Prinzip der „Ur-Mediation“.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 27.06.2017 17:57
Quelle: Redaktion Centrale für Mediation

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