Schlichtungsstelle Post der Bundesnetzagentur legt erstmals Tätigkeitsbericht vor

Die Schlichtungsstelle Post verzeichnete im letzten Jahr einen erheblichen Anstieg der Schlichtungsanträge, dies geht aus dem erstmals erschienen Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur hervor.

235 Schlichtungsverfahren wurden bei der Schlichtungsstelle Post der Bundesnetzagentur beantragt. Das ist eine Steigerung um 256 % im Vergleich zum Jahr 2015, in dem 66 Anträge auf Durchführung eines Schlichtungsverfahrens eingingen. Der Grund für diese extreme Steigerung sieht die Schlichtungsstelle im boomenden E-Commerce und dem damit verbundenen Anstieg der Paketmengen. 55 % der Schlichtungsanträge betrafen Probleme mit Postdienstleistungen, die aufgrund des Internetgeschäfts veranlasst wurden. Bei den Schlichtungsfällen im Postbereich dreht es sich zumeist um Beschädigungen oder den Verlust eines Pakets bzw. dessen Inhalts. Dabei kann es sich um Schmuck, Porzellan, Bücher oder andere Gegenstände handeln.

In rund 84 % der Fälle, in denen beide Parteien bereit waren, an einem Schlichtungsverfahren teilzunehmen, kam es zu einer erfolgreichen Einigung.

Die Schlichtung im Postbereich ist für die Unternehmen freiwillig. Von den großen Paketdienstleistern hat sich bislang nur Hermes sich zur Teilnahme am Schlichtungsverfahren bereit erklärt. Die Deutsche Post DHL, GPS und DPD haben eine Teilnahme abgelehnt.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 09.05.2017 14:09
Quelle: www.bundesnetzagentur.de

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