Initiativ-Kongress Mediation und Gesundheit in Düsseldorf

Unter dem Motto „Neue Wege der Multiprofessionalität“ wurde Mitte März in Düsseldorf auf dem Initiativ-Kongress Mediation und Gesundheit über das Potential der Mediation speziell im Gesundheitswesen diskutiert.

Initiiert wurde der Kongress vom Verein imug - Initiative Mediation und Gesundheit. Schirmherr Dirk Meyer, Patientenbeauftragter des Landes Nordrhein-Westfalen, wies in seiner Eröffnungsrede daraufhin, dass für seine Tätigkeit eine mediative Haltung gegenüber Ärzte- oder Patientenschaft erforderlich sei. Bei Konflikten, die an ihn und sein Team herangetragen würden, könne er allerdings keine Mediation zur Konfliktlösung anbieten. Es gebe viele Angebote, angefangen bei seiner Institution bis zu den unterschiedlichen Beschwerdemanagementstellen in Krankenhäusern und Ärztekammern, dort gehe es aber um Beratung und nicht um veränderte Kommunikation.

In der anschließenden Diskussion mit den rund 60 Teilnehmenden aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitssystems wurde festgestellt, dass es in Deutschland im Gesundheitswesen verbreitet noch an Mediationsangeboten fehle, bei denen nicht die Ermittlung von Sachverhalten sondern die Bedürfnisse der Menschen in Konflikt- oder Krisensituationen im Vordergrund stünden. Auch seitens der Ärzteschaft wurde Mediation als wichtige Chance in der Multiprofessionalität gesehen und gewünscht. Gastredner aus Belgien und Luxemburg beschrieben, dass Mediation im Gesundheitswesen in ihren Ländern längst von den Krankenkassen bezahlter Standard sei.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 24.04.2017 08:59
Quelle: PM imug e.V. vom 17.3.2016

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