Schiedsgericht der Handelskammer Bozen soll reformiert werden

Das Schiedsgericht der Handelskammer Bozen will sich an die neusten Entwicklungen der Wirtschaft und der Rechtsordnung anpassen, um aktuellen Anforderungen, wie Digitalisierung und Internationalisierung, besser gerecht zu werden. Aus diesem Grund organisierte das Schiedsgericht Anfang Februar eine Tagung zur Überarbeitung der aktuellen Schiedsordnung in der Bozener Handelskammer.

Das Bozener Schiedsgericht sieht sich als Schnittstelle zwischen dem deutschen und dem italienischen Sprachraum sowie zwischen mehreren Wirtschaftsräumen Europas. Daher will es zukünftig eine wichtige Klärungs-, Vermittlungs- und Streitbeilegungsfunktion im regionalen und grenzüberschreitenden Wirtschaftsverkehr einnehmen und sich sukzessive als international tätige Schiedsstelle etablieren.

Im Rahmen der Tagung in der Handelskammer Bozen wurden wichtige Reformszenarien angesprochen und diskutiert. Prof. Peter Kindler von der Universität München stellte eine Analyse der Bozner Schiedsordnung und Vorschläge für ihre Reform vor. Strategische Ansätze für eine verstärkte internationale Ausrichtung des Bozner Schiedsgerichts lieferten Prof. Alexander Schopper und Dr. Florian Kremslehner von der Universität Innsbruck. Die Digitalisierung des Schiedsverfahrens und die Bestimmung der Verfahrenskosten nahm Prof. Claudia Sandei von der Universität Padua unter die Lupe.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 22.02.2017 10:15
Quelle: PM Handelskammer Bozen vom 14.2.2017

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