Jahresbericht 2015: Neuer Rekord beim Versicherungsombudsmann

Der Ombudsmann für Versicherungen, Prof. Dr. Günter Hirsch, ehemaliger Präsident des Bundesgerichtshofs, hat Ende Mai in Berlin seinen neuen Jahresbericht vorgelegt.

Im Berichtsjahr sind 20.827 Beschwerden bei der Schlichtungsstelle eingegangen. Gegenüber dem Jahr 2014 bedeutet dies eine Steigerung um 4,7 Prozent (nach 8,6 im Jahr 2013 und 6,2 im Jahr 2014) auf die bisher höchste Zahl seit Aufnahme der Schlichtungstätigkeit im Jahr 2001. Daraus könne abgeleitet werden, dass die vom Gesetzgeber geförderte außergerichtliche Streitbeilegung auf großes Interesse bei den Verbrauchern treffe.
Es wenden sich zunehmend Verbraucher an den Versicherungsombudsmann, deren Versicherungsverträge sehr kompliziert aufgebaut sind. Es handelt sich um verschachtelte Versicherungsverhältnisse, die oftmals beim Kauf eines Handys, bei der Buchung einer Reise oder bei der Pacht eines Kleingartens abgeschlossen werden.

Bei der Betrachtung auf Spartenebene falle der im Vergleich zum Vorjahr deutliche Zuwachs von jeweils 32 Prozent zulässiger Beschwerden in der Rechtsschutz- und in der Kfz-Kaskoversicherung auf. Weniger Beschwerden als im Vorjahr habe der Ombudsmann zur Lebensversicherung erhalten. Der Rückgang entspricht 2,6 Prozent. Um 4,1 Prozent sanken erneut die Beschwerden in der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Den 140 Seiten starken Bericht, in dem allein auf 65 Seiten die Beschwerdebearbeitung im Jahr 2015 erläutert wird, finden Sie hier.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 05.07.2016 17:25
Quelle: PM Versicherungsombudsmann e.V. vom 24.5.2016

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