Internet Ombudsmann bearbeitete 2015 Streitfälle im Wert von 820.000 Euro

Im Jahr 2015 gingen beim Internet Ombudsmann über 5.000 Anfragen ein. Vertragsprobleme, vermeintliche „Gratis“-Angebote und Lieferprobleme sind dabei die häufigsten Beschwerdekategorien.

Rund 86 Prozent der insgesamt 5.428 Fälle wurden erfolgreich bearbeitet. Insgesamt ersparten sich Konsumenten dadurch im Jahr 2015 Kosten, bzw. Schäden in der Höhe von rund 820.000 Euro. Die durchschnittliche Schadenshöhe pro Fall lag bei 224 Euro.

Mit 48,2 Prozent waren Vertragsstreitigkeiten die häufigsten Beschwerdegründe im Jahr 2015. Dazu zählen vor allem ungewollte automatische Vertragsverlängerungen, Probleme beim Rücktrittsrecht oder Unklarheiten über das Zustandekommen eines Vertrags. Dabei sind vor allem Dienstleistungen wie Partnerbörsen, Reisebuchungen, E-Mail-Services oder Erotik-Abos betroffen. Auf Platz zwei befinden sich die vermeintlichen „Gratis“-Angebote mit 12 Prozent. Dies betrifft insbesondere Rechnungen und Mahnungen nach der Registrierung bei vermeintlich kostenlosen Online-Diensten. Auf Platz drei der Beschwerdestatistik 2015 liegen Lieferprobleme (8,2 %). Auf Platz vier folgt mit Datenschutz, bzw. der Verletzung von Persönlichkeitsrechten (8,1 %) bereits ein Themenbereich, der über Online-Shopping hinausgeht.

Seit dem  9. Januar 2016 erbringt der Internet Ombudsmann in Österreich einen Teil seiner Schlichtungstätigkeit als staatlich anerkannte Verbraucherschlichtungsstelle nach dem Alternative-Streitbeilegung-Gesetz (AStG). In dieser neuen Rolle kann der Internet Ombudsmann als österreichischer Pionier der außergerichtlichen Streitschlichtung im Internet auf 16 Jahre Erfahrung und mehr als 71.000 bearbeitete Fälle zurückblicken.

Download des Internet Ombudsmann Jahresberichts 2015 unter: www.ombudsmann.at

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 28.04.2016 10:56
Quelle: PM Internet Ombudsmann vom 18.4.2016

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