Schiedsstelle der niederösterreichischen Ärztekammer löst zwei Drittel der Fälle ohne Entschädigungsempfehlung

Mehr als 100 Fälle pro Jahr werden von der Schiedsstelle verhandelt - großteils wird eine einvernehmliche Lösung erzielt. Das Verhältnis der positiv beziehungsweise negativ abgeschlossenen Fälle liegt bei etwa einem Drittel zu zwei Dritteln.

Damit wird von der Schiedsstelle etwa doppelt so häufig keine Empfehlung für eine finanzielle Entschädigung an die Haftpflichtversicherung des Krankenhauses oder des jeweiligen Arztes ausgesprochen.

Nach Auskunft der Ärtzekammer Niederösterreich reicht für die Betroffenen häufig die Möglichkeit, auf neutralem Boden vor einem Richter und ärztlichen Gutachter ihre Sichtweise darzulegen und dabei Missverständnisse zu klären. Ärztliche Behandlungsfehler seien in der Realität die Ausnahme. Kommt die Kommission doch zum Schluss, dass es eine Entschädigung für einen Patienten geben soll, ist diese dafür durchschnittlich höher als noch vor einigen Jahren. Sämtliche Leistungen der Schiedsstellenkommission sind für die Patienten kostenlos, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 28.04.2016 10:51
Quelle: PM Ärztekammer für Niederösterreich vom 17.3.2015

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