Jubiläum: 20 Jahre Heidelberger Institut für Mediation

Das Heidelberger Institut für Mediation feierte Anfang November mit einem Symposium im Universitätsklinikum Heidelberg sein 20 jähriges Jubiläum.

Im November 1995 gründeten Lis Ripke und Prof. Dr. Reiner Bastine das Heidelberger Institut für Mediation, womit sie zu den Pionieren auf dem Gebiet der Weiterbildung für Mediatoren zählen. Angefangen hatte ursprünglich alles mit der Familienmediation; heute ist das Heidelberger Institut in nahezu allen Ausbildungsfeldern aktiv. Das Institut kooperiert mit der Universität Heidelberg und Mediationsinstituten in den USA. Bis heute sind über 900 Menschen aus unterschiedlichsten Grundberufen am Heidelberger Institut für Mediation ausgebildet worden. Darüber hinaus ist das Institut eine Anlaufstelle für Menschen in Konfliktsituationen – über 800 Mediationen aus den Bereichen Familie, Gesundheit, Organisation und Unternehmen wurden hier bis dato durchgeführt.

Die Feierlichkeiten zum 20jährigen Jubiläum eröffnete Bastine mit seinem Beitrag: „State of Mind – ein Psychogramm der Mediation“. Die Betrachtung von arabesken und akribischen Mediationen, von einer leichtfüßig- kreativen Mediationspraxis bis hin zu einem mitleidvollen Mediieren ließ ihn zu dem Schluss kommen, dass es für eine gesunde Psychobilanz der Mediation sicherlich das Beste wäre, wenn von allen Erscheinungsformen eine gute Mischung bereit gehalten würde.

Im Anschluss präsentierte Prof. Dr. Dr. Duss von Werdt in seinem Vortrag „ Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden für Trottel gehalten“ seine Sichtweise der in Scherben gebrochenen Welt. Mit acht Scherben zu unterschiedlichen Themen stellte von Werdt in seinem Vortrag die Zerrissenheit der Welt und die Chancen des Einzelnen, bei der Zusammensetzung der Scherben mitzuwirken, dar.

Zu den weiteren Festrednern zählten Dr. phil. hab. Günter Fröhlich, Instiut für Philosophie Universität Regensburg, Rechtsanwalt und Notar Roman Manser sowie Diplom-Psychologin Jutta Lack-Strecker, die an ein wunderbares Gedicht von Joseph von Eichendorff erinnerte und die Gratulationsgäste in eine andere Welt, in die Welt ihrer eigenen Erinnerungen, Phantasien und Zukunftsvorstellungen führte.

Das Symposium wurde mit „Sonne, Mond und Sterne: Auf der Suche nach der zweiten Erde – ein HIM-lischer Vortrag“ von Prof. Dr. Joachim Wambsganß, Astrophysiker an der Universität Heidelberg, unterhaltsam beendet. Danach wurde gesungen und getanzt - ein rundherum gelungenes Jubiläumsfest.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 24.11.2015 13:01
Quelle: Mitteilung Rechtsanwalt Peter Emrich, Emrich & Holm, Mannheim

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