Mediation um „Holland-Fonds“ gescheitert

Das Mediationsverfahren zwischen dem österreichischen Verein für Konsumenteninformation (VKI), der Hypo Bank Steiermark und dem Hamburger Emissionshaus MPC in Sachen „Holland-Fonds“ ist gescheitert.

Das Hamburger Emissionshaus MPC Münchmeyer & Petersen Capital AG (MPC Capital) war Emittentin von geschlossenen Fonds aus Immobilien, Schiffen oder auch Lebensversicherungen, die in Österreich über bestimmte Banken, wie der Hypo Steiermark und auch über Vermögensberater vertrieben wurden. Anleger, die in den Jahren zwischen 2002 und 2008 MPC Fonds (sog. Holland-Fonds) erworben hatten, fühlten sich systematisch durch Verkaufsprospekte und Beratungen, etwa über das hohe Risiko der Fonds, das Wesen der "Ausschüttungen" als Rückzahlung des Eigenkapitals, die hohen Weichkosten und über die "Zwischenverkäufe", falsch informiert. Der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI) vertritt ihre Interessen und erhob zwei zivilrechtliche Klagen gegen die Hypo Bank Steiermark, da sie sich als einzige beteiligte Bank nicht zu einem Vergleich bereit gezeigt hatte. Vor dem Handelsgericht Wien verständigten sich die Konfliktparteien darauf, bis Oktober mit Mediatoren über einen außergerichtlichen Vergleich zu sprechen. Diese Gespräche sind jetzt gescheitert. Das Handelsgericht Wien wird damit die Gerichtsverhandlung Ende Oktober wieder aufnehmen.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 20.10.2015 14:12
Quelle: PM VKI vom 9.9.2015

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