Athletenvertreter des DOSB fordern Verbesserung bei der Schiedsgerichtsbarkeit

Die Vertreter der Athleten des Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) fordern einheitliche Standards und Verbesserungen in der Schiedsgerichtsbarkeit.

Dafür haben sie jüngst einen 20-seitigen Fragen- und Antwortenkatalog zur Schiedsgerichtsbarkeit vorgelegt, der Spitzensportlern als Orientierungshilfe dienen soll: Hier finden Sie den Katalog

Die Informationen hat die Athletenvollversammlung mit Experten der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA), des Instituts für Deutsches und Internationales Sportrecht (IDIS) und des Deutschen Schiedsgerichts erarbeitet. Spitzensportler schließen mit ihren Verbänden so genannte Athletenvereinbarungen. Die Schiedsvereinbarungen sind Bestandteil der Athletenvereinbarungen: Mit ihnen stimmen die Sportler zu, sich in Fragen des Anti-Doping-Kampfes den international gültigen Regeln und dem Code der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA zu unterwerfen und Streitigkeiten vor Sportschiedsgerichten in letzter Instanz vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS (Lausanne) auszutragen.

In der Vergangenheit hatten sich immer wieder Athleten an ihre Vertreter im DOSB gewandt, die unzufrieden mit ihren Athletenvereinbarungen waren. Der nun vorliegenden Fragen- und Antwortkatalog beantwortet die regelmäßig wiederkehrenden Fragen und macht zugleich die von den Athletenvertretern geforderten Verbesserungen deutlich.

Um die Schiedsgerichtsbarkeit verständlicher zu machen, setzen sich die Athletenvertreter dafür ein, die Verfahren in Deutschland und vor dem CAS grundsätzlich öffentlich zu verhandeln, sofern der Athlet einverstanden ist. Betroffene Athleten sollen Prozesskostenhilfe beantragen können und die Auswahl der CAS-Richter soll transparenter gestaltet werden. Die Athletenkommission hat eine Arbeitsgruppe einberufen, die weitere Vorschläge erarbeitet.

 

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 29.10.2014 09:31
Quelle: PM DOSB vom 25.9.2014

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