Patientenombudsstelle ist wichtiges Ventil für Patienten

Im Frühjahr 2013 konnte in Österreich per SMS-Wahl erstmals der Patientenombudsmann der Wiener Ärztekammer direkt gewählt werden. 

Der Wahlgewinner Franz Bittner trat im September 2013 offiziell sein Amt an. Seine wichtigste Erkenntnis nach dem ersten Jahr: "Die neu geschaffene Patientenombudsstelle ist ein ganz wichtiges zusätzliches Ventil für die Patientinnen und Patienten."

Tatsächlich ist das Interesse groß: Bislang wurden 1.054 Fälle an die Wiener Patientenombudsstelle herangetragen. Darüber hinaus wurden 2.239 telefonische Anfragen beantwortet. Bei den Anliegen geht es nicht nur um Beschwerden über das Verhalten von Ärztinnen und Ärzten oder um fragwürdige medizinische Behandlungen, eine ganze Reihe von Anfragen und Beschwerden stehen in Zusammenhang mit den Sozialversicherungen, wie etwa Bewilligungen von Pflegestufen, Rehabilitationen oder Medikamenten.

Das Konzept eines unabhängigen und direkt von der Bevölkerung gewählten Patientenombudsmanns hat sich aus Sicht Bittners bewährt: "Ich kann absolut unabhängig arbeiten und mein Wissen und meine Beziehungen aus früheren Tätigkeiten nutzen, um Menschen zu helfen." Bittner hofft, dass es nun auch in anderen Bundesländern eine Selbstverständlichkeit wird, Patientenombudsstellen zu betreiben, die unabhängig von der Standesvertretung und politischer Einflussnahme arbeiten.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 01.10.2014 09:52
Quelle: PM Patientenombudsstelle der Ärztekammer für Wien vom 15.9.2014

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