Libor-Händler und Deutschen Bank AG - Noch keine Einigung im Güterichterverfahren

 Der Fortgang der Kündigungsschutzprozesse der vier Mitarbeiter der Deutschen Bank AG aus dem Bereich Global Markets vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht ist weiterhin offen.

Die Deutsche Bank AG hatte diesen Mitarbeitern Manipulationen bei der Weitergabe von Referenzzinssätzen für den Libor/Euribor an die zuständige Verrechnungsstelle vorgeworfen und ihnen daraufhin die fristlose Kündigung ausgesprochen. Nach Auffassung der Deutschen Bank AG haben die vier gekündigten Mitarbeiter zumindest den Anschein erweckt, bereit zu sein, Handelspositionen von Händlern der Deutschen Bank AG bei der Festlegung des Libor/Euribor - Zinssatzes zu berücksichtigen. Aus der Sicht der Deutschen Bank AG hat sich daraus der Verdacht ergeben, dass die gekündigten Mitarbeiter ihre Position ausgenutzt haben, um die Ermittlung der Referenzzinssätze zu beeinflussen und dadurch einen Profit der Händler zu ermöglichen.

Im darauffolgenden Kündigungsschutzprozess setzte das Hessische Landesarbeitsgericht (Aktenzeichen 14 Sa 1328/13; 14 Sa 1329/13;14 Sa 1330/13;14 Sa 1331/13) den Konfliktparteien zunächst eine Frist bis Mitte September, um unter Moderation eines Güterichters eine einvernehmlichen Lösung zu finden. Bis zu diesem Termin konnten die Konfliktparteien zu keiner Einigung finden. Jetzt werden am 31. Oktober die Verhandlungen fortgesetzt, wenn bis dahin das laufende Güterichterverfahren mit dem Ziel einer einvernehmlichen Regelung nicht erfolgreich abgeschlossen werden sollte.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 24.09.2014 07:59
Quelle: PM Hess. LAG vom 16.9.2014

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