Pilotprojekt Mediation im Medizinrecht erfolgreich beendet

Mediation im Medizinrecht ist eine erfolgreiche Alternative zur bisher überwiegend angewandten gerichtlichen Auseinandersetzung.

Dies ist das Ergebnis des Pilotprojekts Mediation im Medizinrecht unter der wissenschaftlichen Betreuung des Munich Center for Dispute Resolution (vormals: Centrum für Verhandlungen und Mediation), einer Forschungsstelle der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Im Rahmen des Pilotprojekts wurde eruiert, welche Fälle im Medizinrecht für eine Mediation geeignet sind, ob endgültige Lösungen im Interesse aller gefunden werden können und diese sich auch als eine Verbesserung zu einem Gerichtsverfahren darstellen.

Im Zeitraum von Dezember 2011 bis März 2014 wurde dafür in zehn Arzthaftungsfällen Mediation angewandt. Die Erfolgsquote der durchgeführten Mediationen lag bei 80 Prozent. In allen zehn Fällen konnte während einer durchschnittlich sechsstündigen Mediationssitzung ein Ergebnis erzielt werden. Als mediationsgeeignet entpuppten sich die Fälle, in denen der Versicherer sich einer Haftung ausgesetzt sah und sich lange und kostenintensive Rechtsstreitigkeiten ersparen wollte. Die Interessen allerBeteiligten konnte im Rahmen der Mediation berücksichtigt werden. Patienten war es unter anderem wichtig, bei einer Mediationssitzung ihre Erfahrungen und Sichtweise schildern zu können sowie vom Arzt eine Entschuldigung oder ein Bedauern zu erfahren. Bei den Versicherern und Ärzten ging es vorwiegend um die Begrenzung des Schadens, Kosteneinsparung, Vermeidung von Imageschäden, aber auch um die Beziehung zum Patienten.

Die Qualität der Ergebnisse der Mediation wurde von den Beteiligten als sehr gut empfunden.

Den vollständigen Abschlussbericht finden Sie hier.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 06.05.2014 15:16
Quelle: Abschlussbericht Pilotprojekt Mediation im Medizinrecht, März 2014

zurück zur vorherigen Seite