Gute Bilanz beim Internet Ombudsmann

Im Jahr 2013 wurden 5.318 Beschwerden vom Internet Ombudsmann, Österreichs größter Streitschlichtungs- und Beratungsstelle im Internet, bearbeitet. Vertragsprobleme, vermeintliche Gratis-Angebote, Lieferprobleme und Datenschutz sind dabei die häufigsten Beschwerdekategorien.

Rund 84 Prozent der Beschwerdefälle konnten erfolgreich gelöst werden. Nach Angaben des Internet Ombudsmanns ersparten sich Konsumenten dadurch im Jahr 2013 Kosten in Höhe von rund 670.000 Euro. Die durchschnittliche Schadenshöhe pro Fall lag bei 184,90 Euro.


Die meisten Probleme (31,9 %) betrafen Vertragsstreitigkeiten. Vor allem Fragen zum Rücktrittsrecht und Rückabwicklung sowie ungewollte automatische Vertragsverlängerungen wurden vom Team des Internet Ombudsmann bearbeitet. Betroffen waren auch immer mehr Dienstleistungen wie E-Mail-Services, Partnerbörsen, Erotik-Abos, Reisebuchungen etc. Auf Platz zwei der Beschwerdestatistik des Internet Ombudsmann liegen die vermeintlichen Gratis-Angebote mit 22,6 Prozent. Hier ist die Anzahl der Beschwerden nach dem Rückgang 2012 wieder um rund 7 Prozentpunkte gestiegen. Auf Rang 3 folgen klassische Lieferprobleme wie verspätete Lieferungen oder Lieferverweigerungen, die insgesamt 10,2 Prozent aller Beschwerdefälle ausmachten.

Eine kontinuierliche Steigerung ist bei Beanstandungen im Bereich Datenschutz zu verzeichnen, die damit nur noch knapp auf Platz vier liegen: Hier handelte es sich überwiegend um „Fake-Profile“ in sozialen Netzwerken, unerwünschte Veröffentlichungen von Fotos und sonstigen persönlichen Daten, Verletzungen von Persönlichkeitsrechten, aber auch Beschwerden im Zusammenhang mit Phishing. Insgesamt machten Beschwerden zum Thema Datenschutz 10,1 Prozent der Gesamtbeschwerden aus.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 23.04.2014 11:10
Quelle: PM Internet Ombudsmann vom 10.4.2014

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