Studie zeigt ungenutztes Potential im Konfliktmanagement auf

Eine gemeinsame Studie des Bucerius Center on the Legal Profession (CLP) und Taylor Wessing beleuchtet die Stellung und Bedeutung der niedergelassenen Anwälte im externen Konfliktmanagement von Unternehmen in Deutschland.

Grundfragen der Studie sind etwa: Wann kommen externe Anwälte bei Konfliktmanagement in Unternehmen ins Spiel und nach welchen Kriterien werden die niedergelassenen Anwälte ausgewählt? Werden externe Anwälte von den Unternehmen als Verhinderer oder Förderer alternativer Streitbeilegung angesehen und welches Verbesserungspotential besteht in der Zusammenarbeit im Bereich Konfliktmanagement? Für die Studie wurden nur Unternehmen befragt, die nicht dem Round Table Konfliktmanagement und Mediation der deutschen Wirtschaft (RTMKM) angehören.

Das Ergebnis: Branchenübergreifend und größenunabhängig spielen alternative Streitbeilegungsverfahren weiterhin eine eher geringe Rolle in der Unternehmenspraxis. Auch die Herangehensweise an das Konfliktmanagement und die Auswahl externer Anwälte erfolgt noch nicht systematisch. Bei der Auswahl formulieren Unternehmen keine spezifisch auf das Konfliktmanagement bezogenen Erwartungen an die Kompetenzen der Anwälte und schalten diese erst spät im Verlauf einer Konfliktlösung ein. Gleichwohl befindet sich das Konfliktmanagement deutscher Unternehmen im Umbruch. Unternehmen und externe Anwälte können gemeinsam an der Gestaltung des Umbruchs mitwirken. Dafür hilft die Erkenntnis, dass der systematische Einsatz von alternativen und klassischen Verfahren den Unternehmen Wertschöpfungspotentiale liefert. Anwälte und Manager müssen noch stärker erkennen, dass eine tatkräftige Aufgeschlossenheit gegenüber alternativen Konfliktbearbeitungsverfahren für eine langfristige Kundenbindung hilfreich ist.

Die Studie „Dafür nehmen wir uns einen Anwalt“ finden Sie hier.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 18.12.2013 08:52
Quelle: PM Taylor Wessing vom 26.11.2013

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