Mediation um Güterterminals in der Schweiz

In der Schweiz stehen aktuell der Ausbau der Güterterminals Basel-Nord und Gateway Limmattal zur Diskussion. Um diese Großprojekte mit den Marktteilnehmern zu erörtern, hat das Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) jetzt eine Mediation in die Wege geleitet.

Nach Auffassung der Ausbaubefürworter braucht die Schweiz zusätzliche Terminalkapazitäten,  um das Wachstum des kombinierten Verkehrs im Import/Export zu bewältigen. Die bestehenden Umschlagsanlagen in der Schweiz seien teilweise veraltet und weitgehend ausgelastet. Die SBB Cargo hat deshalb entsprechende Ausbaupläne: die beiden Großterminals Gateway Limmattal und - in Zusammenarbeit mit den Schweizerischen Rheinhäfen - Basel-Nord. Diese Projekte stoßen allerdings auf Vorbehalte bei verschiedenen Akteuren. Neben Lärmbelästigung  und Grundwasserverschmutzung, wird auch mehr Verkehr von den Ausbaugegnern gefürchtet.

Zur Lösungsfindung hat das BAV jetzt eine Mediation eingeleitet. Als Mediator wurde der unabhängige Branchenexperte Erwin Rutishauser bestimmt. Mit diesem Vorgehen ist beabsichtigt, dass die verschiedenen Marktakteure sich über eine Stoßrichtung einigen, um eine in der Güterverkehrsbranche mehrheitsfähige Lösung zu entwickeln.

Die Ergebnisse der Terminalkonferenz sowie der Studie und der Mediation dienen später dazu, ein mit der Branche abgestimmtes Konzept für die Entwicklung der zukünftig erforderlichen Güterverkehrsanlagen (Terminals, Rangierbahnhöfe etc.) zu erarbeiten.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 08.05.2013 10:28
Quelle: www.tagesanzeiger.ch

zurück zur vorherigen Seite