Bayern zieht nach einem Jahr Online-Schlichtung positive Bilanz

Seit einem Jahr können sich Bayerns Verbraucher bei Problemen mit Internetbestellungen unter www.online-schlichter.de an das internetgestützte Schlichtungsverfahren wenden.

Am häufigsten beschwerten sich bayerische Verbraucher im letzten Jahr darüber, dass bestellte Ware entweder gar nicht oder nur mangelhaft geliefert wurde. Auch Streitigkeiten rund um den Widerruf von Bestellungen beschäftigten die Schlichtungsstelle. Zumeist ging es um Elektronik-Waren, Reiseleistungen und Bekleidung.

Die Bayerische Justiz- und Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk: "Bayerns Verbraucher haben die Online-Schlichtung von Beginn an angenommen. Von April bis Dezember konnten bereits über 300 bayerische Fälle geschlichtet werden. Besonders bei den für den Online-Handel typischerweise kleineren Streitwerten ist die Online-Schlichtung eine wertvolle Anlaufstelle für Verbraucher. Sie arbeitet für den Verbraucher kostenlos, schnell und unbürokratisch. Und bei grenzüberschreitenden Fällen können auch mögliche Sprachbarrieren überwunden werden."

Die Schlichtungsstelle wird vom Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e.V. betrieben und geht auf eine Initiative des Landes Baden-Württemberg zurück. Neben dem Freistaat Bayern und dem Land Hessen sind inzwischen auch die Länder Berlin und Rheinland-Pfalz Kooperationspartner. Unterstützung für das Projekt kommt aber auch von Unternehmerseite: Der Gütesiegelanbieter Trusted Shops hatte im April 2012 den Anfang gemacht und wurde der erste Wirtschaftspartner. Inzwischen folgten weitere Unternehmen.

Nähere Informationen unter www.online-schlichter.de.

Verlag Dr. Otto Schmidt vom 10.04.2013 09:54
Quelle: PM Bayerisches JM vom 2.4.2013

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